Klingnau
Familien zieht es nach Klingnau – rund 40 Häuser in Bau und Planung

In Klingnau wird derzeit gebaut, was das Zeug hält. Vor allem Einfamilienhäuser scheinen gefragt zu sein – etwa 40 Objekte befinden sich in der Bau- oder Planungsphase. Aktuell liegen ein Baugesuch und ein Gestaltungsplan auf.

Nadja Rohner
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Die Jonermatte – hier der Ostteil – ist eine der letzten Baulandreserven Klingnaus.

Die Jonermatte – hier der Ostteil – ist eine der letzten Baulandreserven Klingnaus.

Philipp Zimmermann

Ein Grossteil der Häuser entsteht im Gebiet Jonermatte Ost: 29 Reihen- und Doppel-Einfamilienhäuser werden in drei Etappen realisiert. Die ersten 10 Häuser sollen im Herbst bezugsbereit sein, das Baugesuch für 7 weitere Häuser wurde vor zwei Monaten bewilligt.

Nun liegt das Gesuch für weitere 12 Häuser zur Einsichtnahme auf der Bauverwaltung auf. Es handelt sich um je 6 Doppel- und Reiheneinfamilienhäuser, die in zwei Reihen fast parallel zur Bahnlinie und zum Städtchen stehen sollen.

Drei verfügen über 5,5 Zimmer, neun über 7,5 Zimmer. Sie sollen über den neu zu bauenden Jonermattenring erschlossen werden. Die Investitionssumme beträgt 7,2 Millionen Franken. Erstellt werden die Bauten von KMP Architektur AG in Wettingen.

Von den 10 ersten Häusern an der Jonermatte Ost sind 6 bereits verkauft, 3 sind reserviert. «Die neuen Bewohner sind praktisch durchwegs junge Familien mit Kindern», sagt André Roth, dessen Immobilienunternehmen die Verkäufe abwickelt. «Der Kindergarten ist in direkter Nachbarschaft und die Schulen sind in der Nähe und für die Kinder gefahrlos erreichbar.»

Mehrfamilienhäuser geplant

Seit gestern liegt auf der Verwaltung ausserdem der Gestaltungsplan für die Jonermatte West auf. «Es handelt sich um keinen neuen, sondern um einen modifizierten Gestaltungsplan», sagt Ammann Peter Bühlmann.

«Der Bauherr möchte keine Reiheneinfamilienhäuser bauen, sondern dreigeschossige Mehrfamilienhäuser.» Da diese in der Ringzone um das Städtchen stehen, sollen sie laut Gestaltungsplan möglichst niedrig sein, «damit sie das Städtchen nicht dominieren», so Bühlmann.

«Der Gemeinderat hat sich im Leitbild auf die Fahne geschrieben, dass er Gebäude mit Einfamilienhauscharakter den Blockwohnungen vorzieht.» Die Jonermatte sei – nebst der Obermatte – eine der letzten grossen Baulandreserven Klingnaus. Entsprechend dicht soll gebaut werden.

«Sowohl die Baupläne für das Areal Ost als auch der Gestaltungsplan für das Areal West sehen eine verdichtete Bauweise vor.» Das sei im Sinne des revidierten Raumplanungsgesetzes. Bühlmann: «Der Gestaltungsplan lässt es zu, dass man Bauabstände minimieren kann.» Konkret: Man kann die im Baugesetz vorgeschriebenen Bauabstände ausreizen.

Am Dienstag, 11. März, veranstaltet der Gemeinderat um 20 Uhr in der Propsteiturnhalle einen Infoanlass zum Gestaltungsplan Jonermatte West.