Lengnau
«Extrawurst»-Wirtin: «Bumann war sehr streng, aber das war auch nötig»

Die «Extrawurst»-Wirtin Cinzia Starnino erzählt im Interview, warum sie dem Restauranttester Daniel Bumann dankbar ist: Ohne ihn hätte sie das Lokal längst schliessen müssen.

Samuel Buchmann
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Wie immer: Der Restaurant-Tester kommt überraschend in Lengnau vorbei.
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Er bestellt im «Schmitte Beizli» querbeet durch die Speisekarte.
In der Schmitte-Küche geht die Arbeit los.
Restaurant-Tester Daniel Bumann probiert das Angebot der Lengnauer Beiz.
Das Fleisch ist «zäh wie Leder»: Bumann ist nicht zufrieden.
Standpauke in der Küche: Ein neues Konzept muss her.
Wie weiter? Daniel Bumann gibt der Lengnauer Wirtin Cinzia Di Vetta Ratschläge.
Die drei Freundinnen in ihrem Restaurant.
Bumann macht Verbesserungsvorschläge.
Auf dem Weg zum Geschirr-Fachmarkt.
Hier gibt es neues Geschirr für das neue Konzept.
Bumann - Episode Schmitte Lengnau
Hat auch einen Auftritt: Die az mit der Reportage von den Dreharbeiten im November 2014.
Profi-Support: Wurstkönig Roger Vogel in der Schmitte-Küche.
Bei Radio Argovia machen die drei Frauen Werbung für die Neueröffnung ihres Restaurants.
Den Frauen und dem Restauranttester ist das Lachen noch nicht vergangen.
Extrawurst: Das neue Konzept kommt auf den Tisch.
Happpy End? Die Freundinnen vor ihrem «neuen» Restaurant.

Wie immer: Der Restaurant-Tester kommt überraschend in Lengnau vorbei.

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Letzten November eilte Restauranttester Daniel Bumann der «Schmitte» in Lengnau zu Hilfe. Am Montag wurde die Folge schliesslich ausgestrahlt. Auch Cinzia Starnino, die Wirtin des Lokals, das neu «Extrawurst» heisst, sah die Sendung zum ersten Mal.

Frau Starnino, wie hat Ihnen die Sendung gefallen?

Cinzia Starnino: Ich war wirklich positiv überrascht, mir hat die Sendung sehr gut gefallen. Wir haben im Cafè Leinwand und Fernseher aufgestellt und hatten volles Haus. Etwas nervös war ich schon, denn wir hatten sehr viel gefilmt – und all das Material kann man ja auf mehrere Arten zusammenschneiden.

Die Aufzeichnung war im letzten November. Wie ist es der «Extrawurst» seither ergangen?

Wir merken auf jeden Fall, dass Bumann da war. Es kommen nun andere Leute zu uns, auch auswärtige Gäste. Alles in allem kann ich mich nur bei Daniel Bumann bedanken. Mit dem neuen Konzept haben wir unsere Ausgaben reduziert und haben jetzt mehr Gäste. Wenn es so weitergeht, wird es die «Extrawurst» noch lange geben.

Das abschliessende Urteil von Bumann war ziemlich hart: «Das Konzept passt, aber die Umsetzung ist nicht gut genug, so wird das nichts.» War der Restauranttester zu streng?

Nein. Er hatte recht. Zwar waren die Umstände nicht so glücklich, als er zum Testbesuch kam, doch seine Kritik war nötig. Er musste mich aufwecken.

Haben Sie die Kritikpunkte schon beseitigt?

Ich bin selbst strenger geworden mit meinen Mitarbeiterinnen und sage nun, wenn etwas nicht passt.

Bumann bemängelte unter anderem, dass kein Mittagsmenu vorhanden ist. Hat sich das inzwischen geändert?

Ja. Neben den Würsten bieten wir jetzt ein täglich wechselndes Mittagsmenu an. Dem Grundprinzip bleiben wir dabei treu: nichts kompliziertes, einfach aber gut.

Die Würste stammen vom «Wurstkönig» Roger Vogel aus dem Kanton Luzern. Warum beziehen Sie das Fleisch nicht von einem regionalen Metzger?

Bumann hat uns mit dem neuen Konzept überrascht. Er hat auch die Zusammenarbeit mit Roger Vogel eingefädelt. Das war also Bumanns Idee. Wir sind sehr zufrieden mit den Würsten, der Geschmack stimmt einfach.

Würden Sie den Restauranttester anderen Lokalen weiterempfehlen?

Auf jeden Fall. Ich würde jedem Betrieb den Rat geben, zu handeln, bevor es zu spät ist. Man darf nicht zu lange warten. Obwohl ich erst letzten Mai eröffnet habe, hätte ich das Lokal wahrscheinlich schon zugemacht ohne Bumann.

Irgendwann ist der Medienrummel vorbei. Glauben Sie, die Gäste kommen auch danach noch?

Ja. Wir bieten eine gute Currywurst mit frischen Beilagen an. Dafür werden die Leute auch in Zukunft nach Lengnau kommen.