Böbikon
Es braucht Solidarität – sonst wirds schwierig

Revierförster und alt Grossrat Felix Binder sprach sich vehement für den kantonalen Finanzausgleich aus. «Im gesellschaftlichen Leben ist die Solidarität grösstenteils den Rhein hinunter», sagte Binder.

Rosmarie Mehlin
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Felix Binder in Böbikon. BKR

Felix Binder in Böbikon. BKR

Obwohl topografisch tiefer gelegen, können die Böbiker zurzeit auf die Baldinger herabschauen, feiern sie doch heuer ihr 900-Jahr-Jubiläum, was die Baldinger erst in 162 Jahren tun können.

Aber wer weiss schon, was dann sein wird und so haben die Böbiker die Baldinger eingeladen, den Auftakt zum Jubiläum – den Nationalfeiertag – gemeinsam zu feiern. Gemeinsam haben die Gemeinden in ihren Geld-Seckel gegriffen und alle Gäste gratis mit Tranksame, Wurst und Fleisch vom Grill bewirtet.

Als Redner hatten die Böbiker einen gebürtigen Baldinger eingeladen: Felix Binder. Er hat dieses Ehrenamt freudig ausgeübt, «schliesslich bekomme ich als Revierförster seit 36 Jahren von Baldingen und Böbikon den Lohn.»

Binder zeichnete in seiner Ansprache auf, was 900 Jahre bedeuten: «Bei der Gründung der Eidgenossenschaft hatte Böbikon schon 178 Jahre auf dem Buckel und als der Aargau gegründet wurde, lebte die Gemeinde bereits 690 Jahre in Eigenständigkeit.»

Um die Zukunft zu meistern, so Binder, brauche es zum einen Engagement: «Ihr müsst euch am Gemeindeleben beteiligen!»

Zum anderen den Finanzausgleich: «Im gesellschaftlichen Leben ist die Solidarität grösstenteils den Rhein hinunter. Sollte dies auch bei einer Revision des Finanzausgleichs der Fall sein, wird es für Böbikon und Baldingen schwierig. Der Kanton muss sich auch in Zukunft solidarisch zeigen mit den kleinen Gemeinden!»