Bezirk Zurzach
Erneuerungswahlen zwischen Kampf und Krampf kündigen sich in Zurzach an

Während einige Gemeinden im Bezirk Zurzach einen Überschuss an Kandidaten aufweisen, fehlen anderen Interessenten für ein Exekutivamt. Diese können bis am 22. September wohl nicht aufgefüllt werden.

Angelo Zambelli
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Die Gemeindewahlen im Bezirk Zurzach stehen unter verschiedenen Voraussetzungen.

Die Gemeindewahlen im Bezirk Zurzach stehen unter verschiedenen Voraussetzungen.

AZ

Die Zurzibieter Gesamterneuerungswahlen weisen das ganze Spektrum an Möglichkeiten auf, das bei Behördenwahlen möglich ist: Der Bogen reicht von einem üppigen Kandidatenüberschuss über eine Pattsituation bezüglich Kandidaten und zu vergebenden Sitzen bis hin zu so stark ausgedünnten Reihen, dass sie am 22. September mit Sicherheit nicht aufgefüllt werden können.

Spitzenreiter in Sachen Kandidaturen ist Rietheim: Um die 5 Sitze im Gemeinderat bewerben sich 10 Personen. Offenbar ist das Interesse an der Kommunalpolitik sehr gross. Speziell in Rietheim ist, dass sich sechs Neue auf einen Schlag angemeldet haben.

Kampfwahlen sehen auch Döttingen, Leuggern und Schneisingen entgegen. An diesen drei Orten stehen mehr Kandidaten zur Verfügung, als Sitze zu vergeben sind.
Von paradiesischen Zuständen wie in Rietheim können andere Gemeinden nur träumen: Besonders düster sieht es in Rekingen aus, wo sich nur zwei Bisherige für eine weitere Amtsperiode bewerben. Für das Amt des Gemeindeammanns und des Vizeammanns hat niemand Interesse angemeldet. Die Gemeinde am Rhein muss alle Hoffnung auf den zweiten Wahlgang setzen, den Rat doch noch ausreichend besetzen zu können.

Ein weiteres Merkmal der Zurzibieter Gesamterneuerungswahlen ist, dass gleich vier bestandene Ammänner ihren Hut nehmen: Kurt Schmid (Lengnau), Claudia Graf (Schneisingen), Erwin Baumgartner (Tegerfelden) und Fritz Tauer (Kaiserstuhl) treten von ihren Ämtern an der Spitze ihrer Gemeinden zurück.

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