Amokschütze von Buchs
Er wollte 26 Menschen foltern und töten - jetzt soll er 11 Jahre hinter Gitter

S. wird vorgeworfen, er habe am 13. November 2008 versucht mit einer Pistole auf einen Kantonspolizisten zu schiessen. Weiter soll er geplant haben, 26 Personen erst zu foltern und dann zu töten.

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Die Staatsanwaltschaft hat im Fall S. (Buchs) am Bezirksgericht Zurzach Anklage unter anderem wegen versuchter vorsätzlicher Tötung und strafbaren Vorbereitungshandlungen zu mehrfachem Mord erhoben. Der Staatsanwalt beantragt eine Freiheitsstrafe von elf Jahren und Anordnung der Verwahrung.

Das Bezirksgericht wird am 15. Dezember 2010 eine erste Verhandlung zu prozessualen Vorfragen durchführen.

26 Personen hätte durch Folter ermordet werden sollen

Der Angeklagte versuchte Mitte November 2008 einen einen Kantonspolizisten anzuschiessen. Weiter hatte er geplant, 26 Personen zu foltern und mit diesen Methoden umzubringen.

Der Angeklagte hatte unter anderem gegen alle Bezirksgerichte des Kantons ein Ausstandsgesuch gestellt, das von der Inspektionskommission des Obergerichts abgewiesen wurde. Dieser Entscheid der Inspektionskommission ist noch nicht rechtskräftig. Deshalb und zur Beschleunigung des Verfahrens wird das Bezirksgericht Zurzach noch in diesem Jahr eine erste Hauptverhandlung zur Klärung verschiedener prozessualer Vorfragen durchführen.

Dabei werden die konkreten Tatvorwürfe, welche die Staatsanwaltschaft gegen den Angeklagten erhebt, noch nicht geprüft. Dies erfolgt an einer Verhandlung im kommenden Jahr.