Endingen
«Endingen vereint»: Otto Keller dirigiert Uraufführung seines Marsches

Es ist eine Liebeshochzeit und ein Freudentag. Darin waren sich am Neujahrsabend bei der Feier der Fusion von Endingen und Unterendingen, gleichzeitig Neujahrskonzert der Musikgesellschaft, alle einig.

Hans Christof Wagner
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Am Neujahrsabend gab es auch zahlreiche Vereinsfahnen in der Halle zu sehen
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Die alten Fahnen von Endingen und Unterendingen sind Geschichte - sie wurden am Neujahrstag eingerollt
Neujahrskonzert in Endingen
Gemeindeammann Lukas Keller würdigte die Fusion von Endingen und Unterendingen als historisch.
Grossratspräsident Thierry Burkhard gratulierte zur Fusion
Otto Keller dirigierte erstmals den neuen Marsch der Gemeinde
Edgar Zimmermann moderierte den Abend
Auch als Blues-Brothers traten die Mitglieder der Musikgesellschaft auf

Am Neujahrsabend gab es auch zahlreiche Vereinsfahnen in der Halle zu sehen

Hans Christof Wagner

Schöne Landschaft, bewegte Geschichte, Niederlassungsfreiheit für Juden, bis heute tolerante Einwohner, attraktive Wohnortgemeinde für alle Generationen, lebendiges Vereinsleben, attraktive Arbeitgeber – so stellte ein in der Mehrzweckhalle gezeigter Werbefilm Endingen dar.

«Ist es nicht herrlich, in solch einer Gemeinde zu wohnen», sagte Gemeindeammann Lukas Keller zu den rund 500 Gästen. Der 1. Januar 2014 sei ein historischer Tag. Nie zuvor in der Geschichte hätten Endingen und Unterendingen ein gemeinsames Dorf gebildet, betonte Keller.

Hohe Zustimmung bei allen Beteiligten

Der Gemeindeammann erinnerte an die hohen Zustimmungsraten vom September 2012: 76 Prozent Ja zur Fusion in Unterendingen, 91 Prozent Zustimmung in Endingen. Ebenso gross sei die Zustimmung zum Zusammenschluss im Grossen Rat im März 2013 gewesen, berichtete der Gemeindeammann.

Keller kündigte für die kommenden Wochen neue Schriftzüge für gemeindeeigene Gebäude, die Erneuerung der 25 Sitzbänke im Dorf und den Start einer Gratis-App für Smartphones an, die laufend über Aktuelles aus der fusionierten Gemeinde informiert.

Gute Chance für die Zukunft

Grossratspräsident Thierry Burkhard sagte in seinem Grusswort, Fusionen dürften kein Selbstzweck sein. Die Vor- müssten die Nachteile überwiegen. «Im Falle von Endingen lassen die hohen Zustimmungsraten bei den Gemeindeversammlungen auf eine gute Vorbereitung durch die Behörden schliessen.» Die Vereinigung sichere Endingen gute Chancen für die Zukunft, sagte Burkhard, der zur Fusion im Namen des Grossen Rats gratulierte.

André Zoppi, Gemeindeammann von Würenlingen, lobte den «beharrlichen Weg» der beiden Gemeinden zum Zusammenschluss. Er überreichte Keller einen Anker als Geschenk für das gemeinsame Schiff von Endingen und Unterendingen. Peter Hauenstein, Gemeindeammann von Tegerfelden, sprach seinen Glückwunsch zu «einem grossen Schritt» aus und wünschte alles Gute für den gemeinsamen Weg von Endingen und Unterendingen.

Neuer Marsch für Fusionsgemeinde

Höhepunkt des Abends war die Uraufführung des neuen Marsches, «Endingen vereint», komponiert und am Abend selbst dirigiert von Otto Keller. Während die Musikgesellschaft das neue Stück erstmals spielte, entrollten Vertreter der Vereine die neue Fahne der Gemeinde.

Durch das Konzert und den Festakt führte der Kabarettist Edgar Zimmermann. Mit seinem augenzwinkernden Charme und seinem trockenen Humor sorgte er für viele Lacher im Saal.