Endingen
Endingen und Unterendingen: Guten Mutes in die gemeinsame Zukunft

Die Gmeind in der alten Turnhalle Endingen stand ganz im Zeichen des Zusammenschlusses der beiden Surbtaler Gemeinden per 1. Januar 2014. Wo eine Fusion ist, sind Abschiede nicht weit: Verabschiedet wurden eine Frau Vizeammann sowie 4 Gemeinderäte.

Angelo Zambelli
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Impressionen von der Gmeind in Endingen
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Impressionen von der Gmeind in Endingen
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Impressionen von der Gmeind in Endingen

Impressionen von der Gmeind in Endingen

Angelo Zambelli

Man hätte meinen können, die beiden Gemeinderäte hätten die Situation absichtlich inszeniert, um das Zusammengehörigkeitsgefühl weiter zu fördern: Während die Ortsbürger-Gemeindeversammlung noch im Gange war, drängten sich die Unterendinger und Endinger Stimmberechtigten im Flur des Gemeindehauses dicht an dicht und kamen sich auf diese Weise auch körperlich näher. Zusätzliche Nähe ist aber nicht nötig: Die Bewohner der beiden Dörfer kennen sich bestens aus gemeinsamen Dorfesten, aus 1.-August-Feiern und aus zahlreichen dorfübergreifenden Vereinsaktivitäten. Man kennt sich und man mag sich. Beste Voraussetzungen für eine gemeinsame Zukunft also.

Ein historisches Ereignis

In der platschvollen alten Turnhalle eröffnete der gebürtige Endinger Saxofonist Georges Müller die Versammlung mit melancholisch anmutenden Klängen. Anlass zur Melancholie aber gab es nicht – im Gegenteil: Die erste gemeinsame Gemeindeversammlung von Endingen und Unterendingen dürfe als ein historisches Ereignis in der Geschichte der beiden Surbtaler Gemeinden bezeichnet werden, sagte Lukas Keller, Ammann der fusionierten Gemeinde Endingen. «Wo etwas aufhört, entsteht Raum für Neues. Liebgewonnenes und Vertrautes lässt man zurück und weiss nicht, was einen erwartet.» Keller versicherte den erstmals in der Endinger Turnhalle an einer Gemeindeversammlung teilnehmenden Unterendingerinnen und Unterendingern, dem Neuen, das sie mitbringen, Sorge zu tragen. «Beide Gemeinderäte wünschen sich, dass wir möglichst schnell als neue Gemeinschaft zusammenwachsen und als ein Dorf denken.»

Am 23. September 2012 hatten die beiden Surbtaler Gemeinden mit deutlichen Ergebnissen dem Zusammenschluss der Gemeinden per 1. Januar 2014 zugestimmt. In Endingen erreichte die Zustimmung 91,48 Prozent, in Unterendingen 76,62 Prozent.

Vier neue Teilprojekte

Angesichts des historischen Ereignisses standen nur wenige Geschäfte auf der Traktandenliste der Endinger Gemeindeversammlung. Grünes Licht erhielten vier weitere Teilprojekte der Perspektive Surbtal, die gleich bleibenden Entschädigungssätze für den Gemeinderat (27 000 Franken für den Ammann, 15 000 Franken für den Vizeammann und 13 000 Franken für die Gemeinderäte) sowie der Voranschlag 2014, basierend auf dem für Endingen um 6 Prozentpunkte tieferen Steuerfuss von 108 Prozent.

Verabschiedet wurden Vizeammann Ursula Payne und Gemeinderat Markus Burri (Endingen) sowie die Unterendinger Gemeinderäte Paul Beck, Willi Hauenstein und Markus Senn.