Handball
Endingen feiert seine Aufsteiger – die erhalten doch noch einen Meisterpokal

Mit einem offiziellen Empfang hat die Gemeinde Endingen den Aufstieg der Handballer in die Nationalliga A gewürdigt. Diese haben dabei doch noch einen Pokal und Medaillen erhalten – aber nicht vom Schweizerischen Handballverband.

Fabio Baranzini
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Mit einem offiziellen Empfang würdigte die Gemeinde den Aufstieg der Handballer in die Nationalliga A
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Dank der Gemeinde Endingen konnten die Handballer doch noch mit Pokal und Medaillen feiern.
Vor der Pokalübergabe gab es für den TV Endingen einen Umzug, an dem die Musikgesellschaft und sämtliche Vereine mitliefen.
Zuvorderst am Umzug durch das Dorf waren die Fahnenträger der Vereine.
Das ganze Team.
Präsident Christoph Spuler.
Arak Kin und Christian Riechsteiner (v.r.) mit dem Pokal, den die Gemeinde Endingen gesponsert hat.
Gemeindeammann Ralf Werder.
Das ganze Dorf fieberte mit den Spielern mit.
TV Endingen Empfang
Auf die neue Saison stossen drei Spieler zum TV Endingen.
Teammanager Arak Kin (links) hört aus persönlichen Gründen auf.
Arak Kin (links) und Gemeindeammann Ralf Werder.

Mit einem offiziellen Empfang würdigte die Gemeinde den Aufstieg der Handballer in die Nationalliga A

Fabio Baranzini

Endlich haben die Endinger Spieler ihren Pokal erhalten. Nachdem sie am Mittwochabend nach dem letzten Spiel gegen die Lakers Stäfa in der GoEasy-Arena vergeblich auf die Pokalübergabe gewartet hatten, gab es am Sonntagnachmittag doch noch einen Pokal von offizieller Seite. Allerdings nicht vom Schweizer Handballverband, sondern von der Gemeinde Endingen.

Am offiziellen Empfang überreichte Gemeindammann Ralf Werder TVE-Captain Christian Riechsteiner den Meisterpokal. So konnte die Mannschaft den Aufstieg und den Meistertitel doch noch mit Pokal und Medaillen – auch diese hat die Gemeinde organisiert – feiern.

Und das erst noch gemeinsam mit dem ganzen Dorf, das an diesem Nachmittag zum offiziellen Empfang gekommen war. „Es ist sehr cool, dass wir diesen Erfolg mit dem Dorf teilen können. Dass so viele Leute gekommen sind, ist etwas ganz Besonderes. Das wird uns auch nicht so schnell jemand nachmachen“, freute sich Christian Riechsteiner.

Zielsetzung vom Gemeindeammann

Vor der Pokalübergabe gab es für die erfolgreichen Handballer einen kurzen Umzug, an dem die Musikgesellschaft und sämtliche Vereine des Dorfes mitgelaufen sind. Zuvorderst – wie es sich für einen solchen Anlass gehört – die Fahnenträger der Vereine. „Dass wir vom ganzen Dorf empfangen werden und es sogar einen Umzug mit Musik gibt, ist für uns etwas ganz Spezielles. Das ganze Dorf lebt den Handball“, so TVE-Teammanager Arak Kin.

Für Gemeindammann Ralf Werder war es selbstverständlich, dass die Gemeinde für ihre erfolgreichen Handballer diesen Empfang organisiert. „Ihr habt es geschafft, uns zu begeistern, und wir haben die ganze Saison über mit euch mitgefiebert“, sagte Werder in seiner Ansprache. Als Beweis dafür, las er den Chatverlauf mit Vizeammann Peter Keller vor, der während dem entscheidenden Spiel mit seiner Frau in Italien weilte. „Die Mannschaft trägt den Namen Endingen nach aussen. Wir sind stolz auf euch“, so Werder, der dem Team für die nächste Saison mit einem Augenzwinkern gleich noch ein Zwischenziel mit auf dem Weg gab: „In der Winterpause sollt ihr zwei Punkte mehr auf dem Konto haben als der HSC Suhr Aarau.“

Arak Kin hört auf

Das ist ein sehr ambitioniertes Ziel, denn das enge Budget erlaubt es den Surbtalern auch in der Nationalliga A nicht, einen oder gar mehrere Profispieler zu verpflichten. Im Hinblick auf die neue Saison stossen drei Spieler zum TV Endingen. Es sind dies der junge Slowene Gal Adamcic, der im Rückraum zum Einsatz kommen wird, sowie zwei Torhüter. Einer davon ist Dennis Grana vom HSC Suhr Aarau. Der Name des zweiten Schlussmannes wollen die Endinger noch nicht bekannt geben. Nur soviel verrät Geschäftsführer Christian Villiger: „Es ist ein Nati A erprobter Torhüter.“

Nicht nur bei den Spielern gibt es Wechsel, sondern auch beim Staff. Neben Mark Seeholzer, der als Leiter Marketing und Sponsoring gewonnen werden konnte, muss die Teambetreuung neu organisiert werden. Arak Kin, der letzte Saison kurzfristig als Teammanager eingesprungen war, wird sein Amt bereits wieder niederlegen. „Ich höre aus persönlichen Gründen auf“, sagt Arak Kin. „Auch wenn ich nur ein Jahr dabei war, war es eine grossartige Zeit und einen besseren Abschluss als den Aufstieg in die NLA hätte ich mir für mich und die Jungs nicht wünschen können.“ Wer die Nachfolge von Arak Kin antreten wird, ist noch nicht klar.