Klingnau
Elterntaxis sollen auf der sanierten Zufahrt nicht mehr zum «Chindsgi» fahren

Die Zufahrt zum Kindergarten Klingnau ist zurzeit gesperrt und wird saniert. Wenn es nach dem Gemeinderat geht, sollen die Elterntaxis ihre Kleinen nicht mehr direkt zum Chindsgi fahren. Ein Fahrverbot will er aber vermeiden.

Philipp Zimmermann
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So wird die Chindsgi-Zufahrt in Klingnau saniert
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Anfang März startet der Abbruch der ehemaligen Garage Senn.
Zuerst wird das Dach abgedeckt.
Die Arbeiter tragen beim Abdecken des Daches Schutzkleidung.
Das Gebäude galt für manche im Wohnquartier sogar als "Schandfleck", weil es in einem schlechten Zustand war.
In der zweiten Märzwoche beginnt ein Bagger sein Werk.
Ursprünglich sollte das ganze Gebäude abgerissen werden.
Doch der Gemeinderat entschied sich um und will ein kleinen Teil stehen lassen und ihn als Materialdepot fürs Bauamt stehen lassen. Das kommt günstiger als einen Neubau zu realisieren.
Hier steht nur noch der Teil des Gebäudes, der stehen bleibt. Dank dem Teilabriss kann die Chindsgi-Zufahrt leichter saniert werden.
Dazu hat es Platz für ein Trottoir und für eine Baumreihe. Was hier noch nicht zu erkennen ist.

So wird die Chindsgi-Zufahrt in Klingnau saniert

Philipp Zimmermann

Für Klingnauer Mütter und Väter war es bis vor wenigen Monaten selbstverständlich, dass sie ihre Mädchen und Buben bis zum Kindergarten chauffieren können. Das ist seit einigen Wochen nicht mehr möglich: Der Gäntertweg als Zufahrtsstrasse zum Kindergarten wird zurzeit saniert. Zuvor wurde bereits die anliegende Liegenschaft Senn fast komplett abgerissen.

Seither parkieren die Elterntaxis beim Friedhof oder auf der anderen Seite der Jonermatte Ost bei der Treppe gegenüber der Bahnstation. In wenigen Wochen wird die Sanierung des Gäntertwegs abgeschlossen sein. Es fehlt der Feinbelag, wie der zuständige Gemeinderat Stefan Zurbuchen erklärt. Neu erhält der Gäntertweg, den bald eine Baumreihe säumen wird, ein Trottoir für die Kindergärtler.

Mit Abschluss der Sanierungsarbeiten ist die Zufahrt zum Kindergarten wieder gewährleistet. Die Elterntaxis sind dem Gemeinderat allerdings weiterhin ein Dorn im Auge. «Wir wollen aus Sicherheitsgründen nicht, dass Elterntaxis wieder bis zum Kindergarten fahren», hält Stefan Zurbuchen unmissverständlich fest. Es habe nun deutlich weniger Parkplätze, die während des Schulbetriebs für die Lehrpersonen vorgesehen seien. Weniger Raum habe es auch für Wendemanöver.

Ein Fahrverbot will der Gemeinderat eigentlich vermeiden – er schliesst eine solche Massnahme aber nicht aus für den Fall, dass Elterntaxis die Sicherheit der Kindergärtler gefährden.

Einen unschönen Anblick bietet zurzeit noch der Gebäudeteil, der nach dem Teilabriss der ehemaligen und in die Jahre gekommenen Liegenschaft Senn stehen blieb. Sie gehört der Gemeinde.

Die Stimmbürger hatten an einer Gmeind dem vollständigen Abriss zugestimmt. Danach entschloss sich der Gemeinderat aber, einen kleinen Teil stehen und sanieren zu lassen.

Für die Sanierung wird er an der Sommergmeind einen Kredit von 200 000 Franken beantragen. Das sei eine deutlich günstigere Lösung als der Abriss und Neubau eines kleineren Gebäudes.

Das Bauamt ist auf das Gebäude angewiesen. Hier lagern Schneepflug, Streusalz und Festbänke. Das Gebäude soll ein Flachdach, ein neues Tor und Fenster auf zwei Seiten erhalten. Zudem wird die Hülle saniert.

Aussen sind Materialboxen für Kies, Splitt und Mergel vorgesehen, die zurzeit neben dem alten Bohler-Haus an der Unterstadtgasse gelagert werden. «Das sanierte Gebäude wird sich gut in die Umgebung einpassen», ist Zurbuchen überzeugt. Die Sanierung soll abgeschlossen sein, bevor die ersten Neuzuzüger im Herbst in die Häuser auf der benachbarten Jonermatte Ost einziehen.