Bad Zurzach
Eitel Sonnenschein bei den Aktionären des Bad Zurzach

Das Thermalbad kann nach einem guten Jahr fünf Prozent Dividende ausschütten. Zudem ist ein neues Projekt geplant.

Angelo Zambelli
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Die Aktionärinnen und Aktionäre der Thermalbad Zurzach AG haben an ihrer Generalversammlung im Gemeindezentrum Langwies ein sehr gutes Geschäftsjahr 2009/2010 zur Kenntnis genommen. Die Frequenzen konnten um rund 1 Prozent gesteigert werden.

Zusammen mit den moderat höheren Preisen führte dies zu einem 10 Prozent höheren Betriebsertrag und zu einem Reingewinn von 462284 Franken. Damit konnte der Reingewinn im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt werden.

Aufgrund dieser sehr guten Zahlen beantragte der Verwaltungsrat, nebst der Zuweisung von 200000 Franken an die freie Reserve und einem Vortrag von rund 125000 Franken auf die neue Rechnung die Aktionärinnen und Aktionäre mit einer Dividende von 5 Prozent am Erfolg der Thermalbad AG zu beteiligen.

Verwaltungsratspräsident Markus Leimbacher sagte, der Jahresgewinn lasse dies ohne weiteres zu, obwohl grössere Investitionen bevorstehen.

Grossinvestition in die Zukunft

Nach der Eröffnung des Tochterunternehmens Airport Fitness und Wellness AG im Flughafen Zürich und dem Bau eines Kristalldampfbades im Innenraum des Thermalbades in Bad Zurzach will die Thermalbad AG ein Wellnessprojekt mit Hamam- und Saunalandschaft auf dem Dach des Bades realisieren.

Im Gespräch ist ein Investitionsvolumen von rund 10 Millionen Franken. «Wir haben festgestellt, dass unsere Saunaanlage den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht und hoffen, dass in diesem Bereich in den nächsten Jahren bessere Zahlen geschrieben werden können», sagte Geschäftsführer Dominik Keller.

Neubau geplant

Geplant ist ein rund 700 Quadratmeter grosser Glasaufbau auf dem Dach des Thermalbades mit vier verschiedenen Dampfbädern und einem Bereich für Massagen und anderen Körperbehandlungen. Gleichzeitig wird im Erdgeschoss ein Entspannungsbad mit Unterwassermusik und Sternenhimmel eingerichtet.

Das Projekt sieht einen Neubau zwischen dem Thermalbad und der Reha Clinic mit je einer Sauna im Untergeschoss, im Erdgeschoss und im Obergeschoss vor. Laut Verwaltungsratspräsident Leimbacher sollen diese Neuerungen dazu beitragen, dass die Thermalbad Zurzach AG im Wettbewerb um die Kunden weiterhin bestehen kann.

Neues Geschäftsjahr

An der Generalversammlung bewilligten die anwesenden 457 Aktionärinnen und Aktionäre, die rund 70 Prozent der Aktien vertraten, zwei Statutenänderungen.

Als Geschäftsjahr gilt nicht mehr die Zeitspanne vom 1. Juli bis zum 31. Juni, sondern das Kalenderjahr. Die Annahme dieser Änderung bedeutet, dass das bereits angelaufene Geschäftsjahr um sechs Monate verlängert wird und vom 1. Juli 2010 bis 31. Dezember 2011 dauert.

Die zweite von der Versammlung angenommene Statutenänderung betrifft die bisherige Regelung, dass die Namenaktien erst dann einen Anspruch auf die Ausrichtung einer Dividende haben, wenn den Eigentümern der Inhaberaktien eine Mindestdividende von 5 Prozent ausgerichtet worden ist.

Die Vergangenheit habe gezeigt, so Verwaltungsratspräsident Markus Leimbacher, dass diese starre Regelung eine sinnvolle Dividendenpolitik einschränke.

Es könne durchaus sein, dass es das Geschäftsergebnis eines Jahres nicht zulasse, eine Dividende von 5 Prozent auszuschütten, eine Dividende von 3 Prozent aber angemessen wäre und auch verkraftet werden könnte. Die neue, mit 5 Gegenstimmen bewilligte Regelung erlaubt Zwischenlösungen, von denen nicht zuletzt auch die Inhaberaktionäre profitieren.