Leibstadt
Einfachere Produktion: Firma reisst Hallen ab und baut neue für 3,5 Millionen

Die Kuralit Immobilien AG will mit einem Neubau die Produktionsabläufe vereinfachen. Momentan liegt auf der Gemeindekanzlei Leibstadt das Baugesuch für das neue Projekt vor. Rund 3,5 Millionen soll dieses kosten.

Angelo Zambelli
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Die kleineren Hallen des Holzwerkstoffzentrums am linken Bildrand werden abgebrochen und durch einen Neubau mit Lagerhalle und Bürogebäude ersetzt. Angelo Zambelli

Die kleineren Hallen des Holzwerkstoffzentrums am linken Bildrand werden abgebrochen und durch einen Neubau mit Lagerhalle und Bürogebäude ersetzt. Angelo Zambelli

Angelo Zambelli

Das Holzwerkstoffzentrum (HWZ) an der Bahnhofstrasse in Leibstadt besteht aus einzelnen, aneinandergebauten und teilweise miteinander verbundenen Lagerhallen und einem Bürogebäude.

Laut Baugesuch, das bis 21. Februar auf der Gemeindekanzlei Leibstadt öffentlich aufliegt, werden die zwei kleineren Lagerhallen neben dem bestehenden Bürotrakt bis zur Oberkante der Bodenplatte abgebrochen.

Zwei weitere werden nur teilweise abgerissen. Der Abbruchperimeter umfasst 3305 Quadratmeter, die neue Halle rund 2381 Quadratmeter.

Hintergründe des Neubaus sind die Vereinfachung der Arbeitsabläufe sowie die Einhaltung der heute geltenden Arbeitsvorschriften.

Asbestsanierung notwendig

Vor dem Einreichen des Baugesuchs hat eine Basler Spezialfirma die Abbruchobjekte auf Altlasten untersucht.

Festgestellt wurden asbesthaltige Bauteile in Bodenbelag, Fensterkitt, Dächern und Klebern sowie in Dichtungsringen von Flanschen und Schiebern, aber auch beim Velounterstand, in Ersatzdachplatten (Welleternit) und im Lüftungsblock. Vor dem Abbruch muss eine Asbestsanierung durchgeführt werden. Die Kosten werden auf 30 000 Franken geschätzt.

Der PCB-haltige Anstrich kann ohne besondere Massnahmen rückgebaut werden. Er gilt aber als Sonderabfall und ist getrennt zu entsorgen oder samt Metallrahmen einem Schmelzofen zuzuführen.

Die in den Abbruchobjekten festgestellten Mengen an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) liegen gemäss Darstellung der Spezialfirma unter dem Inertstoffgrenzwert und können ohne besondere Massnahmen rückgebaut werden.

Neubau für 3,5 Millionen Franken

Die Kuralit Immobilien AG hat neben dem Abbruchgesuch für die vier Hallen ein Gesuch für die Erstellung eines Neubaus für 3,5 Millionen Franken eingereicht. Die Bruttogeschossfläche umfasst 3203 Quadratmeter.

Die neue Lagerhalle und das neue Bürogebäude werden wie alle übrigen Gebäude und Hallen des Holzwerkstoffzentrums über eine Holzschnitzelheizung beheizt.

Der Masterplan der Kuralit Immobilien AG sieht einen weiteren Neubau zwischen der Halle 1 und der als Baugesuch eingereichten Halle 4 vor.