Endingen
Ein Lichtblick für das Feuerwehr- und Handwerkermuseum

Für die Zukunft des Aargauischen Feuerwehr- und Handwerkermuseums, das verkauft werden soll, zeichnet sich eine Lösung ab. Die Verhandlungen mit einem ernsthaften Interessenten befinden sich in der Endphase.

Hanny Dorer
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Die neuen Vorstandsmitglieder: Noldi Näf, Peter Gisin (Pedro) und Karl Meier mit Präsident Josef Boutellier (von links)

Die neuen Vorstandsmitglieder: Noldi Näf, Peter Gisin (Pedro) und Karl Meier mit Präsident Josef Boutellier (von links)

Nachdem die Erbengemeinschaft des verstorbenen Walter Huber sich zum Verkauf des Feuerwehr- und Handwerkermuseums in Endingen entschlossen hatte, wurde vom Verein Aargauisches Feuerwehr- und Handwerkermuseum vor einem Jahr eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich auf die Suche nach einem Investor machte.

Die Arbeitsgruppe besteht aus Kurt Schmid, Präsident des Aargauischen Gewerbeverbandes, Damian Keller, Verwaltungsratspräsident der Aargauischen Gebäudeversicherung, Lukas Keller, Gemeindeammann Endingen, Robert Schmidli, Direktor des Schweizerischen Feuerwehrverbandes, sowie Josef Boutellier, Präsident des Museumsvereins.

Die Arbeitsgruppe hat alle Möglichkeiten ausgelotet, wie das Museum erhalten werden könnte. «Viele Wege erwiesen sich als nicht realisierbar», erklärte Kurt Schmid an der Generalversammlung des Vereins. Man stehe aber inzwischen mit einem Interessenten in aussichtsreichen Verhandlungen.

Ein Problem, das es noch zu lösen gilt, ist die Tatsache, dass sich die Gebäude ausserhalb des Baugebietes befinden. Die jetzige Präsentation des Ausstellungsgutes ist nicht mehr zeitgemäss.

Um diese zu modernisieren, sind Um- und Anbauten unerlässlich. Demnächst wird die Bau- und Nutzungsordnung von Endingen überarbeitet – dies wäre eine Gelegenheit, das Gebiet des Museums einer anderen Zone zuzuweisen.

Kurt Schmid gab sich zuversichtlich: «Ich glaube daran, dass es uns gelingen wird, das Lebenswerk von Walter Huber und damit etwas Wertvolles zu erhalten.»

In seinem Jahresrückblick wies Präsident Josef Boutellier unter anderem auf die erfolgreiche Kulturnacht vom 4. Mai sowie auf das Oldtimer-Treffen im Perry-Center in Oftringen hin, an welchem sich der Verein mit einer Ausstellung von Gegenständen und Fahrzeugen beteiligt hat.

Leider sei die Besucherzahl im Museum nach wie vor stagnierend. Diesem Zustand will man mit vermehrter Werbung Abhilfe schaffen. Gelegenheit, sich einer breitren Öffentlichkeit vorzustellen, gibt es unter anderem am Döttinger Winzerumzug am 6. Oktober, an welchem der Verein teilnimmt.

Weiter wird er an der Gewerbeausstellung in Endingen vom 11. bis 13. Oktober und an der Historischen Handwerkermesse am 26. und 27. Oktober in Bremgarten mit einem Stand vertreten sein.

Als «Mann der ersten Stunde» bezeichnete Boutellier den altershalber aus dem Vorstand zurücktretenden Beda Humbel. «Er war von Anfang an dabei, hat nicht nur sämtliche Protokolle, Einladungen, Vertragsentwürfe und andere Schriftstücke verfasst, sondern auch die Infrastruktur seines Büros in Baden zur Verfügung gestellt», lobte er.

In Anerkennung seiner Verdienste wurde er mit Applaus zum Ehrenmitglied gewählt.

Ebenfalls aus dem Vorstand zurückgetreten ist Karin Kalt, die für die Reservationen zuständig war und sich nun vermehrt dem Jugendsport widmen will. Neu wird sich Therese Bamberger um die Reservationen kümmern.

Mit der Wahl von Peter Gisin, Karl Meier und Noldi Näf konnte der Vorstand wieder ergänzt und auf die statutarisch festgelegte Anzahl von neun Mitgliedern erhöht werden.

Der Verein Aargauisches Feuerwehr- und Handwerkermuseum wurde im Mai 1999 gegründet mit dem Ziel, den Betrieb des Aargauischen Feuerwehr- und Handwerkermuseums in Endingen sicherzustellen.

Der Verein organisiert Führungen und ist für den Unterhalt der Ausstellungsgegenstände zuständig. Weitere Infos und Öffnungszeiten unter www.feuerwehrmuseum.ch.

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