Schneisingen
Ein hoher Besuch ohne Starallüren

«Hast dus gefunden?, fragte alt Grossrätin Astrid Andermatt ihren SP-Parteikollegen und Landammann Urs Hofmann. Natürlich, er habe ja einen guten Chauffeur, antwortete Hofmann lachend.

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Sichtlich vergnügt: Landammann Urs Hofmann zu Besuch im «Alpenrösli» Schneisingen. Nadja Rohner

Sichtlich vergnügt: Landammann Urs Hofmann zu Besuch im «Alpenrösli» Schneisingen. Nadja Rohner

Nadja Rohner

Zweifellos hätte Urs Hofmann den Weg ins «Alpenrösli» zum Landammann-Stammtisch auch ohne Chauffeur gefunden – der Volkswirtschaftsdirektor aus Aarau kennt das Zurzibiet gut.

Das wurde auch den immer zahlreicher eintrudelnden Besuchern des von GastroAargau organisierten Events rasch klar. Hofmann brach das Eis mit einem lockeren «Und suscht, wie gohts z’Schneisige?» – von Vizeammann Susanne Frei mit «Gut, keine Skandale im Moment» quittiert.

Mit dem Feierabendbier ging er reihum: Am Stammtisch machte man «Duzis». Und die Gäste hatten Fragen: Warum man es zuliesse, dass Fisibacher und Kaiserstuhler Schüler ins Züribiet wechseln – «warum zahlt der Kanton die Sanierung des Kaiserstuhler Schulhauses nicht?» Darauf wusste auch Hofmann keine Antwort.

Wohl aber darauf, was das Zurzibiet machen könnte, um als Randregion nicht unterzugehen: «Als ich neu im Regierungsrat war, hielt ich das Zurzibiet für eine der dynamischsten Regionen im Kanton.

Es gab viele gute Ideen, wie die Vision Zurzibiet. Leider ist das eingeschlafen.» Es brauche eine neue Dynamik, so Hofmann.

Und er machte keinen Hehl daraus, dass er es gerne sähe, wenn Gemeinden fusionierten. Mit der Neuregelung des Finanzausgleiches wolle man diese Entwicklung zwar anregen, dazu zwingen könne man jedoch niemanden. «Ich habe aber noch nie erlebt, dass fusionierte Gemeinden diesen Schritt im Nachhinein bereuten», hielt er fest. (NRO)

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