Leuggern
Ein gesundes Haus dank guter Kooperation

Das Regionalspital Leuggern kann auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2012 zurückblicken. Ein Standbein des Regionalspitals ist nach wie vor die Geburtshilfe. Inzwischen ist die gynäkologische Abteilung bei 545 Geburten im Jahr angelangt.

Angelo Zambelli
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Alfred Zimmermann, Geschäftsleiter der Asana Gruppe AG, kann sich über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 freuen. Angelo Zambelli

Alfred Zimmermann, Geschäftsleiter der Asana Gruppe AG, kann sich über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 freuen. Angelo Zambelli

«Von Regionalspitälern wird der gleiche Qualitätsstandard verlangt wie von Kantonsspitälern», sagt Alfred Zimmermann, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Asana Gruppe AG und derzeit noch Direktor des Regionalspitals Leuggern.

Dies sei nur möglich, wenn mit anderen Spitälern kooperiert werde. Jüngstes Beispiel der Zusammenarbeit mit anderen Institutionen ist die Anbindung der Radiologie ans Kantonsspital Baden. Neu werden alle im Spital Leuggern gemachten Röntgenaufnahmen elektronisch nach Baden übermittelt und durch einen Facharzt für Radiologie beurteilt.

Dies sei eine gewaltige Qualitätsverbesserung, die den Patientinnen und Patienten zugutekomme, schreibt Reinhard Hauswirth, Vorsitzender des Ärzterates in seinem Jahresbericht 2012.

«Wir erfüllen damit eine weitere Qualitätsnorm. Nicht zu unterschätzen ist die Kostenoptimierung, die durch dieses Projekt erreicht werden kann.» Das Regionalspital Leuggern könne mit diesem Vorgehen Röntgenbilder durch Fachspezialisten der Radiologie beurteilen lassen, ohne die dafür erforderlichen Fachärzte anstellen zu müssen.

Geburtshilfe als Standbein

Ein Standbein des Regionalspitals Leuggern ist nach wie vor die Geburtshilfe. Inzwischen ist die gynäkologische Abteilung bei 545 Geburten im Jahr angelangt.

In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der Geburten im Regionalspital Leuggern sprunghaft nach oben entwickelt: 1992 wurden 117 Geburten registriert, 1999 waren es bereits 306 Säuglinge, die in Leuggern zur Welt kamen. Die Marke «»für jeden Tag im Jahr eine Geburt» wurde erstmals 2006 übertroffen (386 Geburten).

Die im letzten Jahr erreichten 545 Babys mit Geburtsort Leuggern sind ein eindrücklicher Beweis für das Ansehen, welches das Regionalspital Leuggern bei werdenden Eltern geniesst.

Ausbezahlt hat sich für das Regionalspital die mit der AOK Gesundheitskasse Hochrhein-Bodensee getroffene Vereinbarung, die dazu geführt hat, dass die Zahl der Geburten aus dem deutschen Grenzraum auf 94 angestiegen ist.

Dies entspricht einem Anteil von 17 Prozent. Bewährt hat sich gemäss Jahresbericht 2012, dass das Belegarztsystem auch bei den Hebammen angewendet wird. Neu können Schwangere ihre Beleghebamme selbst bestimmen. Ergänzt wird das Gynäkologie-Team im Regionalspital Leuggern durch die Kinderarztpraxis im ehemaligen Gasthaus «Brauerei».

Pläne für die Zukunft

Aktuell wird die Neuausrichtung des Pflegeheims in unmittelbarer Nachbarschaft zum Regionalspital geprüft. «Wir möchten in Zukunft mehr Einer- und Zweierzimmer anbieten können», sagt Alfred Zimmermann. Als Idee steht im Raum, das Personalhaus um einen Stock zu erweitern.