Zwangsversteigerung
Ein Fehler hat für ein Rentner-Ehepaar fatale Folgen

Weil das Betreibungsamt Bad Zurzach ein fehlerhaftes Inserat für eine Zwangsversteigerung aufgegeben hatte, glaubt Walter Etzensberger, für sein Haus inklusive Umschwung zu wenig Geld bekommen zu haben.

Merken
Drucken
Teilen

Am Mittwoch müssen sie ihr geliebtes Haus verlassen. 33 Jahre hat Rentner Walter Etzensperger mit seiner Frau in dem Haus gelebt, das er selbst gebaut hatte.

Weil sie die Hypothek nicht mehr bezahlen konnten, musste das Rentner-Ehepaar sowieso aus dem Haus. Doch wegen eines Fehlers des Betreibungsamtes Bad Zurzach bekommen sie nun weniger Geld für ihr Heim. Denn das Haus wurde fälschlicherweise mit 4,5 Zimmer zur Zwangsversteigerung ausgeschrieben anstatt mit 6,5 Zimmer.

Walter Etzensberger kann dies nicht verstehen. «Ein Betreibungsbeamter, der dies in Auftrag gibt, sollte doch das Inserat nochmals durchlesen», sagte er gegenüber dem Regionalsender Tele M1.

So wurde das Haus mit Umschwung vom Betreibungsamt auf rund 624'000 Franken geschätzt. Am Schluss ging das Haus für 383‘000 Franken über den Tisch.

Viel zu wenig, findet Etzensberger. Denn er glaubt, dass das falsche Inserat zu wenig Interessenten angelockt habe und aus diesem Grund das Haus bei der Zwangsversteigerung viel zu billig verkauft wurde.