Bad Zurzach
Ein Bau nach dem Vorbild der Frau auf der Fünfziger-Note

In Bad Zurzach entsteht im Zentrum ein Alters- und Pflegeheim für 100 Bewohner. In zwei Jahren sollen die ersten Personen in den 40 Millionen-Bau einziehen.

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Badener Tagblatt

Läuft alles nach Plan, kommt im Bezirkshauptort in knapp zwei Jahren ein neuer Dorfteil zu stehen. Im Frühling 2019 sollen die ersten Bewohner des neuen Alters- und Pflegeheims auf dem Höfli-Areal Mitten in Bad Zurzach einziehen. Der Gebäudekomplex zwischen Altstadt und Thermalbad lehnt sich architektonisch an ein Projekt der Künstlerin Sophie Taeuber-Arp an und soll dereinst 100 Leuten ein neues Zuhause bieten. Vorgesehen sind zudem drei Pflegestationen, eine geschützte Abteilung für Demenzpatienten, 12 Alterswohnungen sowie ein Bistro und eine Tiefgarage, die teilweise auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen soll. Die Gesamtkosten für das ambitiöse Vorhaben belaufen sich auf rund 40 Millionen Franken.

Auslöser für den Neubau waren die immer knapperen bis ungenügenden Platzverhältnisse im Altersheim Pfauen im Oberflecken und die demografische Entwicklung mit einem immer grösser werdenden Anteil älterer Menschen. «Dazu kommen die neuen, aus dem Pflegegesetz resultierenden Erfordernisse an Infrastruktur und Führung eines Alters- und Pflegeheims», wie Rudolf Nydegger, Präsident des Stiftungsrats der Emil-Burkhardt-Stiftung, an der Präsentation am Freitag sagte. Die Führung des Alters- und Pflegezentrums obliegt der Stiftung, die dafür sorgt, dass das Heim selbsttragend ist.

Von der Idee bis zum gestrigen Spatenstich verstrichen sieben Jahre. «Das klingt nach viel und könnte auf Widerstände aus der Bevölkerung hindeuten», sagt Peter Lude, Vizeammann von Bad Zurzach. Das Gegenteil sei der Fall gewesen. «Das Projekt wurde von Beginn weg breit mitgetragen.» Lude nennt das Alters- und Pflegeheim ein Generationenprojekt mit einer wichtigen Scharnierfunktion. Es soll Jung und Alt sowie den alten Kern mit dem Bäderquartier näher zusammenbringen.

Für die Stiftung als Betreiberin geht es nun darum, das Heim bekannt zu machen. Entsprechend sind als einer der nächsten Schritte Marketingmassnahmen, wie das Erstellen von Broschüren vorgesehen.