Handball NLB
Ein Ausrufezeichen – oder doch ein Alarmzeichen für Endingen?

Der TV Endingen bezwingt im Spitzenkampf Lakers Stäfa souverän mit 37:30. Verbesserungspotenzial gibt es trotzdem noch.

Alexander Wagner
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Handball NLB: TV Endingen - Lakers Stäfa Trotz dem Sieg war nicht alles gut: Endingens Trainer Zoltan Majeri scheint seine Spieler beschwören zu wollen.
Handball NLB: TV Endingen - Lakers Stäfa Es folgen weitere Fotos vom Spiel. Hier im Bild: Oliver Mauron.
Handball NLB: TV Endingen - Lakers Stäfa Armin Sarac (links, TVE) im Penaltyduell gegen Goalie Luca Frei (rechts, Staefa).
Handball NLB: TV Endingen - Lakers Stäfa Christian Riechsteiner (rechts, TVE).
Handball NLB: TV Endingen - Lakers Stäfa Joel Huesmann (oben, TVE).
Handball NLB: TV Endingen - Lakers Stäfa Jubel bei Leonard Pejkovic (vorne) und seinen Kollegen vom TV Endingen.
Handball NLB: TV Endingen - Lakers Stäfa Joel Huesmann (oben, TVE).
Handball NLB: TV Endingen - Lakers Stäfa Sebastian Kuendig (rechts, TVE).
Handball NLB: TV Endingen - Lakers Stäfa Lukas Riechsteiner (links, TVE).
Handball NLB: TV Endingen - Lakers Stäfa Armin Sarac (TVE).
Handball NLB: TV Endingen - Lakers Stäfa Leonard Pejkovic (TVE).
Handball NLB: TV Endingen - Lakers Stäfa Sebastian Kuendig (TVE). Siggenthal
Handball NLB: TV Endingen - Lakers Stäfa Sebastian Kuendig (TVE).
Handball NLB: TV Endingen - Lakers Stäfa Simon Wittlin (TVE).
Handbal, NLB: TV Endingen - Lakers Stäfa Simon Wittlin (TVE).

Alexander Wagner

Die Handballer vom TV Endingen setzten sich deutlich und verdient mit 37:30 gegen den Verfolger vom Zürichsee, Lakers Stäfa, durch und setzen damit ein Ausrufezeichen. Trotzdem waren die Surbtaler nicht zufrieden. Aus dem Spiel heraus wollte im Spitzenkampf in der Go Easy Arena in Station Siggenthal kein Treffer gelingen. So eröffnete Armin Sarac den Torreigen vom Siebenmeterpunkt aus.

Endingen lag während der gesamten Spielzeit immer in Führung. Bis zum Seitenwechsel hatten sich die Surbtaler einen Vorsprung von vier Treffern erarbeitet.
Auch im zweiten Umgang erwischten sie den besseren Start und zogen davon. Am Ende gewann Endingen sicher und souverän und hat sich damit bereits vorzeitig den ersten Platz gesichert. Was im Final bedeutet, dass sie mehr Heimspiele austragen dürfen.

Trotzdem nicht zufrieden

Eigentlich hätte damit bei den Endingern eitel Sonnenschein herrschen können, so wie das gesamte Wochenende. Doch weit gefehlt. Mit dem Sieg und den zwei Punkten war Endingens Trainer Zoltan Majeri logischerweise noch zufrieden. «Aber mit der Abwehr nicht. Wir haben 30 Gegentreffer kassiert», meine er energisch und ergänzte. «Das muss ein Alarmzeichen sein.»

Und dies obwohl mit dem im Aargau bestens bekannten Phil Seitle ein wichtiger Rückraumschütze bei Stäfa fehlte. Der Deutsche wechselte auf diese Saison hin vom STV Baden zu Stäfa und konnte verletzungsbedingt nicht mittun. «Doch im Final will ich wieder dabei sein», meinte er lachend.

Dass es damit zusammenhängt, dass die Endinger voraussichtlich im Aufstiegsduell wieder auf Stäfa treffen, wollte niemand bestätigen. So, dass man dem Gegner nicht sein ganzes Können, nicht alle Angriffsauslösungen zeigt und dann in den Finalpartien noch mit einer Überraschung aufwarten kann. «Nein, das werden ganz andere Spiele», ist Majeri überzeugt.

«Ein Spiel kann man auch mal mit einer schlechten Abwehr gewinnen. Wie wir gesehen haben. Aber eine Meisterschaft nicht», ist er überzeugt. Und gegen Stäfa wird es so etwas wie eine neue, kleine Meisterschaft geben. Wer zuerst drei Siege eingefahren hat, darf zurück ins Oberhaus. Letzte Saison ist dies dem STV Baden nicht gelungen. Sie zogen in den Finalpartien gegen den RTV Basel den Kürzeren.

Wieder gegen Stäfa?

Bereits zwei Mal duellierten sich Endingen und Stäfa um den letzten verbleibenden Platz. Nach der Saison 2014 /2015 kam Stäfa aus der NLA und der TVE aus der NLB und man traf sich in den Auf-/Abstiegsspielen. Die Zürcher behielten die Oberhand – genau wie in der darauffolgenden Saison. Doch aller schlechten Dinge sollen nicht drei werden.

Falls Stäfa den zweiten Tabellenrang nicht doch noch abgeben muss, nach jetzt drei Niederlagen in Serie, stehen sich die beiden Teams erneut gegenüber. «Alles was wir momentan machen, ist darauf ausgerichtet, dass wir aufsteigen», betont Christian Villiger, der Geschäftsführer der GmbH. «Wir sind intensiv am Schauen, was wir noch verbessern können. Unsere Kaderplanung ist klar auf die NLA ausgerichtet», lässt er keine Zweifel offen.

Die Finalspiele sind gesichert, genau wie der erste Platz. Jetzt können sich die Endinger auf und neben dem Spielfeld intensiv auf die anstehenden Finalpartien vorbereiten. Physisch und psychisch. Das erste Duell steigt am 11. Mai. Ob es dann wieder gegen Stäfa geht, oder ob doch noch der TV Möhlin auf den zweiten Tabellenrang klettert, können die Endinger nicht beeinflussen. Aber vielleicht hätten sie doch lieber Stäfa. Erstens haben sie mit den Zürchern gleich noch zwei Rechnungen offen. Und zweitens wissen sie jetzt endlich, wie man Stäfa besiegen kann.