Waldshut-Tiengen
Dritte Spur gegen das Lastwagen-Chaos zwischen Zoll und Lonza-Kreisel

Der Zoll-Ausbau in Koblenz ist in vollem Gang. Doch in Waldshut ist die Planung für den Strassenausbau zwischen Zoll und Lonza-Kreisel noch nicht so weit. Doch jetzt geht es endlich in die Endphase.

Roland Gerard*
Merken
Drucken
Teilen

Während die Arbeiten für den Ausbau des Zollübergangs Koblenz in vollem Gang sind, steckt der Ausbau der Bundesstrasse zwischen dem Waldshuter Zollknoten und dem Gewerbepark Hochrhein noch in der Planungsphase. Grund sind verschiedene Einsprachen gegen das Projekt.

Mit dem Ausbau soll in erster Linie das von Lastwagen verursachte Verkehrsproblem gelöst werden. Vom Zollhof im Gewerbepark kommende Transporter, die an der Rheinbrücke in die Schweiz einbiegen, verstopfen die Linksabbiegespur und verursachen Rückstaus – im Extremfall reicht der Stau bis nach Tiengen.

Vier Streifen an beiden Enden

Das 1250 Meter lange Ausbaustück wird auf der Nordseite (Richtung Waldshut/Schweiz) zwei Streifen haben, auf der Südseite (Richtung Gewerbepark/Tiengen) einen Fahrstreifen. An beiden Enden (Zollknoten/Kreisverkehr Obi) wird der Verkehr auf insgesamt vier Streifen eingefädelt.

Bei der Einmündung der Kupferschmidstrasse ist Linksabbiegen aus keiner Richtung mehr erlaubt.

Die zwei Fahrstreifen Richtung Waldshut und der Fahrstreifen Richtung Tiengen werden baulich voneinander getrennt. Linksabbiegen beim Hotel-Restaurant Fährhaus und bei den gegenüberliegenden Wohnhäusern wird nicht mehr möglich sein, beim Anschluss Gewerbepark West eine Wendemöglichkeit für Fahrzeuge aus Richtung Waldshut/Schweiz geschaffen. Der Knotenpunkt wird mit einer Ampelanlage versehen. Eine Wendemöglichkeit für Fahrzeuge aus Richtung Tiengen besteht beim Zollknoten.

Vor den Wohnhäusern an der Konstanzer Strasse wird eine 130 Meter lange und bis zu 3,5 Meter hohe Lärmschutzwand errichtet. Die Häuser und der angrenzende Schlachthof werden mit einer 180 Meter langen Zufahrtsstrasse erschlossen. Benutzer der Bushaltestellen können die Strasse an der Ampel beim Anschluss Gewerbepark West überqueren.

Das Ausbaustück wird im westlichen Bereich nach Süden, im östlichen Bereich nach Norden verlegt. Die 300 Meter lange Pappel-Allee wird entfernt.

Die Frist für Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss läuft nach Auskunft des Regierungspräsidiums Freiburg Anfang Mai aus. Wenn keine Klagen eingereicht werden, wird die Planung rechtskräftig. Ungelöst ist ein Konflikt, der sich um Entschädigungszahlungen für ein Firmengrundstück dreht.

Wann wird gebaut?

In den Monaten Juli, August und September 2014 ist die Rheinbrücke wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Zeitgleich wird der Zollknoten umgebaut. Der Ausbau der Bundesstrasse kann erst danach beginnen – voraussichtlich erst im letzten Quartal 2014. Wie lange der Bau dauern wird, ist unklar. Schätzungen gehen aufgrund der komplexen Verkehrssituation von mindestens einem Jahr aus.

*Roland Gerard ist Redaktor beim «Südkurier» in Waldshut