Lengnau
Drei kirchliche Chöre überzeugen mit weltlichen Klängen

Unter dem Motto «Singen macht Spass» jubilierten drei kirchliche Chöre. 90 Jahre Kirchenchor, 40 Jahre Jugendchor St. Martin und 30 Jahre Singkreis St. Martin gaben den Anlass für ein tolles Jubiläumskonzert.

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Der Kirchenchor Lengnau bei seinem Auftritt am Jubiläumskonzert. pid

Der Kirchenchor Lengnau bei seinem Auftritt am Jubiläumskonzert. pid

Mit dem Repertoire aus verschiedenen Stilrichtungen und Epochen zeigten die eher vom Kirchengesang geprägten Chöre eine erfreuliche Vielseitigkeit. In immer wieder wechselnden Zusammensetzungen gings von afrikanischen Rhythmen über den Tango bis zu Johannes Brahms. Einheimische Hits von Polo Hofer und Mani Matter erklangen neben den Welthits von Udo Jürgens und Michael Jackson. Nicht fehlen durfte in Lengnau eine jiddische Melodie.

Der seit 1923 bestehende Kirchenchor wird zurzeit von Sabine Hägeli geleitet. Jacqueline Brunner führt den 1973 gegründeten Jugendchor St. Martin Lengnau, in dem Schülerinnen und Schüler der Oberstufe sowie Schulentlassene mittun. Der vierstimmig gemischte Singkreis wirkt seit 1983 in der Liturgie mit. Er steht unter der Leitung von Alwin Müller. Die drei Leitenden haben den Konzertabend einstudiert.

Selber brillierten sie im Trio mit dem romantischen Tessiner Liebeslied «Vieni sulla barchetta». Sabine Hägeli beklagte sich in ihrem Soloauftritt mit Max Raabes «Kein Schwein ruft mich an» auf ironische Weise. Die fünf Kantorinnen des Kirchenchors stimmten ein Lobeslied auf das Veilchen an. Beim Medley bekannter Schweizer Volkslieder sang die ganze Halle mit.

Drei Chöre, drei Generationen

Der Jugendchor liess die roten Luftballons steigen und zu «Heal the world» die Herzen funkeln. Singkreis und Kirchenchor wechselten sich ab, legten die Frauen- oder nur die Männerstimmen zusammen und schafften so immer wieder neue Stimmungen. Das grossartige Klangbild kam bei den gemeinsamen Auftritten aller drei Chöre zur Geltung. Ein imposanter Chor, zusammengesetzt aus drei Generationen, imponierte in «Halleluja», dem Hit der 80er-Jahre.

Vor dem Bühnenbild der Freiheitsstatue erinnerte der rund 70-köpfige Gesamtchor musikalisch an New York. Begleitet von den Musikern, verabschiedeten sich die jubilierenden Chöre mit «Sag beim Abschied leise Servus». Als Zugabe setzten die Sängerinnen und Sänger mit «Singen macht Spass» zum musikalischen Schlusspunkt des Festabends ihr Leitbild nochmals um. (pid)