Gestaltungsplan
Döttingen: So wird das Entwicklungspotenzial genutzt

Der Gestaltungsplan der Gemeinde Döttingen regelt die Überbauung des Areals Chunte-Neuwingerte. Dabei kostete allein die Erstellung des Plans 70000 Franken.

Angelo Zambelli
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Gestaltungsvorschlag der Arcoplan, Ennetbaden: Die Gebäude werden punktförmig und versetzt zueinander angelegt. ZVG

Gestaltungsvorschlag der Arcoplan, Ennetbaden: Die Gebäude werden punktförmig und versetzt zueinander angelegt. ZVG

Limmattaler Zeitung

Vor geraumer Zeit wird der Gemeinderat Döttingen von einem Grundeigentümer gebeten, die Gestaltungsplanung für das Gebiet Chunte-Neuwingerte an die Hand zu nehmen. Nun gehts in dieser Angelegenheit zügig vorwärts: Im November 2008 genehmigten die Döttingerinnen und Döttinger einen Kredit von 70000 Franken für die Erstellung eines Gestaltungsplans. Dieser wurde vom Raumplanungsbüro Arcoplan in Ennetbaden ausgearbeitet.

Die öffentliche Auflage ist abgeschlossen, nun folgen die Behandlung der Mitwirkungseingaben respektive die Einigungsverhandlungen. Im Juni will der Gemeinderat den Gestaltungsplan beurteilen und einen Beschluss fassen. Die Genehmigung durch das Departement Bau, Verkehr und Umwelt wird im Herbst 2011 erwartet.

Bäume sind nicht zu entfernen

Das Areal Chunte-Neuwingerte liegt am östlichen Dorfeingang Döttingens und umfasst eine bis anhin landwirtschaftlich genutzte Fläche von 2,25 Hektaren. Für eine Überbauung müssen keine Bäume oder Hecken entfernt werden. Das Areal weist eine annähernd rechteckige Form mit einer Breite von 100 Metern und einer Länge von 180 Metern und eine Neigung von 8 bis 12 Prozent nach Südwesten auf.

Auf der Nordostseite wird das Areal begrenzt durch die Surbtalstrasse, die als Haupteinfallsachse eine Verkehrsbelastung von 6150 Fahrzeugen pro Tag aufweist. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite befinden sich ausschliesslich Wohnbauten (Einfamilienhäuser, Reiheneinfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser). Auf der Nordwestseite bildet die Schützenhausstrasse den Abschluss des Planungsperimeters, auf der Südwestseite reicht das Gestaltungsareal bis zum steilen Hangbereich, der im Kulturlandplan als Pflanzenschutzzone ausgeschieden ist. Südöstliche Begrenzung ist das Sännelocherbachtobel.

«Erhebliches Potenzial»

In den Unterlagen zum Gestaltungsplan wird das in der Wohnzone3 liegende Gebiet als «Areal mit erheblichem Entwicklungspotenzial für die Gemeinde Döttingen» bezeichnet. Die klare Grundform und das nach Südwesten abfallende Gelände würden gute Voraussetzungen für Wohnbauten bieten.

Als Richtlinie formuliert das für den Gestaltungsplan verantwortliche Raumplanungsbüro Arcoplan, mit einem auf einer Gesamtidee beruhenden Überbauungs-, Freiraum- und Erschliessungskonzept könne im Quartier eine gewisse Kontinuität entstehen. Empfohlen wird ausserdem, die umliegenden Natur- und Landschaftsräume in die konzeptionellen Überlegungen mit einzubeziehen.

Strasse muss verbreitert werden

Verkehrstechnisch soll das Areal zur Hauptsache über die Schützenhausstrasse erschlossen werden. Alle Pflichtabstellplätze müssen gemäss Gestaltungsplan unterirdisch angelegt werden. Um ein gefahrloses Kreuzen zu gewährleisten, muss die Schützenhausstrasse von 4 auf 4,5 Meter verbreitert werden. Im Knotenbereich Surbtalstrasse ist eine Fahrbahnbreite von 5,5 Metern nötig, damit gefahrlos ein- und ausgefahren werden kann und kein Rückstau auf der Kantonsstrasse entsteht.

Im Gestaltungsplan enthalten sind neue Fussgängerquerungen im Bereich der Knoten Schützenhausstrasse und Sännelocherstrasse. Der Planungsbericht enthält als Gestaltungsmöglichkeit des neuen Knotens Surbtalstrasse/Sännelocherstrasse eine Insel als optische Einfahrtsbremse.