Lengnau
Dorf- und Zentrumsplanung soll im «Futurum» neu diskutiert werden

An der Gemeindeversammlung hat der Gemeinderat informiert, wie es nach dem Nein zum Testplanverfahren zur Zentrums- und Dorfplatzentwicklung weitergehen soll.

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Das Stimmvolk hatte einen 220'000-Franken-Kredit für das Testplanverfahren von Rietwise (r.) bis Bleiwiese (l.) im September verworfen. (Archiv)

Das Stimmvolk hatte einen 220'000-Franken-Kredit für das Testplanverfahren von Rietwise (r.) bis Bleiwiese (l.) im September verworfen. (Archiv)

T. FURRER, IRL, ETHZ 2016

An der Gemeindeversammlung in Lengnau wurden sämtliche Anträge von den anwesenden Stimmberechtigten (143 von 1845) genehmigt. Der Gemeinderat informierte ausserdem über den Stand im Testplanverfahren zur Zentrums- und Dorfplatzentwicklung.

Das Budget 2018 weist bei einem um 3 Prozent auf 106 Prozent reduzierten Steuerfuss einem Ertragsüberschuss von 14 800 Franken aus. Der Gemeinderat teilte im Zusammenhang mit dem Finanzplan für die Periode 2018 bis 2027 mit, dass man auf die Aufnahme von «Wünschbarem» verzichtet und jede Investition überprüfen werde. Die Nettoschuld pro Einwohner entwickelt sich von derzeit 3496 Franken auf 2453 Franken im Jahr 2022 und kann danach weiter leicht zurückgeführt werden. Voraussetzung bildet die Einhaltung der heutigen Finanzplanung.

Mit der Genehmigung des Anhanges zum Beitragsreglement Tagesstrukturen wurde die gesetzliche Vorgabe zur Umsetzung des Kinderbetreuungsgesetzes ab Schuljahr 2018/2019 erfüllt. Die entstehen Kosten werden in das bewilligte Kostendach integriert. Im Weiteren wurde für die Sanierungsplanung der Heizanlage des Nahwärmeverbundes ein Kredit im Betrag von 45 000 Franken genehmigt.

Zur Sprache kam auch das Testplanverfahren zur Zentrums- und Dorfplatzentwicklung, das im September an der Urne verworfen wurde. Der Gemeinderat hat mit dem Referendumskomitee inzwischen ein Gespräch geführt und das weitere Vorgehen skizziert. In einem ersten Schritt sollen in einem Raum («Futurum») alle Grundlagen wie Bau- und Nutzungsplanung, Verkehrskonzept, Dorfplatzentwicklung, Konzept über die öffentlichen Bauten und Anlagen aufgezeigt werden. Die Bevölkerung und auch das Gewerbe erhalten so die Gelegenheit, sich zu aktuellen Fragen zu äussern und Anliegen vorzubringen. An der Klausur im kommenden Frühjahr wird dann der Gemeinderat über das weitere Vorgehen beraten und wieder informieren. (AZ)

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