Böttstein
Doppelter Ammann-Lohn: Wie die Stimmbürger reagieren können

Die Wogen über die Lohnforderung des Böttstemer Ammann Patrick Gosteli gingen hoch. Am 20. November haben die Stimmbürger an der Gmeind die Wahl: Ablehnen, Zurückweisen, Verbessern oder Durchwinken.

Nadja Rohner
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Über die Lohn-Forderung des Böttstemer Ammann Patrick Gosteli entscheiden die Stimmbürger an der Gmeind vom 20. November.

Über die Lohn-Forderung des Böttstemer Ammann Patrick Gosteli entscheiden die Stimmbürger an der Gmeind vom 20. November.

AZ

Der Gemeinderat beantragt bei den Stimmbürgern eine Lohnerhöhung für sich selber. Wenig umstritten sind die 7000 Franken, welche die Gemeinderäte und der Vizeammann zusätzlich erhalten sollen. Heiss diskutiert wird allerdings die beantragte Lohnerhöhung für Ammann Patrick Gosteli von rund 54 000 Franken.

Was passiert, wenn die Stimmbürger die Lohnerhöhung an der Gmeind vom 20. November ablehnen - der letzten Gemeindeversammlung vor der neuen Amtsperiode 2014/2017?

«Es ist nicht so, dass man die Löhne nur vor Beginn einer neuen Amtsperiode festlegen kann - das ist ein Irrglaube, der sich hartnäckig hält», sagt Martin Süess, stellvertretender Leiter der kantonalen Gemeindeabteilung.

Die Böttstemer Stimmbürger hätten jetzt vier Möglichkeiten: «Erstens könnten sie den Antrag des Gemeinderats so gutheissen, dann gelten die neuen Löhne per 1. Januar 2014. Zweitens könnten sie das Geschäft ganz ablehnen - das könnte dann aber zu einem Scherbenhaufen führen.»

Die Stimmbürger könnten drittens den Antrag an der Gmeind noch inhaltlich ändern und zum Beispiel lediglich den Ammann-Lohn ablehnen - oder mit einem Gegenvorschlag einen tieferen Lohn fordern, wie es die Finanzkommission plant.

Martin Süess verweist noch auf eine vierte Möglichkeit: «Die Gmeind kann den Antrag zurückweisen, mit dem Auftrag an die Exekutive, die neue Gemeinderatsbesoldung noch einmal zu überarbeiten. Dann würde die Gmeind das Geschäft an einer späteren Versammlung noch einmal behandeln. Dann könnte der neue Lohn rückwirkend per 1. Januar 2014 genehmigt werden.»