Döttingen
E-Bike-Diebstähle am Bahnhof: Das rät der Repol-Chef – so viele Fälle gab es 2021

Gleich fünf Mal war im letzten Jahr dieselbe Familie von E-Bike-Diebstählen am Bahnhof Döttingen betroffen. Sie waren keineswegs die einzigen Opfer von Dieben. Die Velodiebstähle hätten zugenommen, sagt der Chef der Regionalpolizei Zurzibiet.

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Elf Elektrovelos sind am Bahnhof in Döttingen im Jahr 2021 gestohlen gemeldet worden.

Elf Elektrovelos sind am Bahnhof in Döttingen im Jahr 2021 gestohlen gemeldet worden.

Philipp Zimmermann

Der Frust bei Familie Rechsteiner aus Döttingen ist gross: Gleich fünf E-Bikes wurden ihnen in den vergangenen sechs Monaten am Bahnhof Döttingen gestohlen. Dies, obwohl die Velos mit einem Schloss gesichert wurden.

Auch von den 30 Occasion-Velos, welche die Gemeinde seit etwas über drei Jahren kostenlos am Bahnhof zur Verfügung stellt, sind die meisten verschwunden. Mit dem schweizweit wohl einzigartigen Projekt wollte das Dorf die Einwohnerinnen und Einwohner animieren, mehr mit dem Velo unterwegs zu sein.

René Lippuner, Chef Repol Zurzibiet

René Lippuner, Chef Repol Zurzibiet

zvg

Wie René Lippuner, Chef der Regionalpolizei Zurzibiet, auf Anfrage erklärt, rät er davon ab, mit wertvollen Fahrrädern an den Bahnhof zu fahren.

«Es ist löblich, dass die Leute mit dem Velo zu den ÖV-Stationen kommen», sagt René Lippuner. «Sie sollten aber, wenn immer möglich, keine E-Bikes dafür verwenden.»

Im vergangenen Jahr wurden der Regionalpolizei insgesamt 13 Diebstähle am Bahnhof Döttingen gemeldet, davon waren in 11 Fällen E-Bikes betroffen. Grundsätzlich sei der Bahnhof kein Hotspot für Diebe, sagt der Repol-Chef. «Nur bei den Velos hat es sich gehäuft.»

Repol-Chef wünscht sich Videoüberwachung

Mehr Kontrollen durch die Polizei seien aus personellen Gründen nicht möglich, sagt René Lippuner. Sein Wunsch nach einer Videoüberwachung durch die SBB bleibt wohl noch einige Jahre unerfüllt. «Wir haben schon beim Umbau des Bahnhofs darauf hingewiesen, dass dies hilfreich wäre», sagte er vergangene Woche gegenüber dem Regionalsender Tele M1. Die SBB hätten aber mitgeteilt, das sei nicht nötig.

Man habe eine solche Überwachung abgeklärt, so die SBB gegenüber Tele M1. Diese würde aber nicht den gewünschten Effekt bringen.

Allenfalls könnten die Kameras mit der Überbauung des Gewerbegebiets auf der gegenüberliegenden Seite der Gleise realisiert werden. Beim Jahrhundertprojekt, für das der Gemeinderat kürzlich den Entwicklungsrichtplan verabschiedet hat, sollen mehrere Industriehallen Mehrfamilienhäusern weichen und so Platz für bis zu 800 Einwohnerinnen und Einwohner schaffen. Bis zur Umsetzung dürfte es allerdings noch Jahre dauern. (sga)

So berichtete TeleM1 über den fünffachen Diebstahl, von dem die Familie Rechsteiner betroffen war.

Tele M1

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