Döttingen
Altersheim «Aareperle» öffnet seine Tore – so sieht es im Neubau aus, diese Arbeiten stehen jetzt an

Vor zwei Jahren erfolgte der Spatensicht, nun haben zahlreiche Besucherinnen und Besucher den fertigen Neubau des regionalen Altersheim Unteres Aaretal in Döttingen besichtigen können. Nun steht bald der nächste Teil des Projektes bevor.

Susanne Holthuizen
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Der Einsatz von Holz sorgt im Neubau des regionalen Altersheims für wohliges Ambiente, wie auch die Sitznischen.

Der Einsatz von Holz sorgt im Neubau des regionalen Altersheims für wohliges Ambiente, wie auch die Sitznischen.

Susanne Holthuizen

«Gut Ding will Weile haben»: Mit diesen Worten könnte auch die Entstehung der Erweiterung des regionalen Altersheims Unteres Aaretal in Döttingen umschrieben werden. Vor zehn Jahren wurde das Areal neben dem bestehenden Bau erworben und 2014 das Siegerprojekt der Architekten Haerle Hubacher aus Zürich von den Verbandsgemeinden erkoren. Bis zum Spatenstich vor zwei Jahren wurde viel Zeit für die Planung und die Detaillierungen aufgewendet.

Entstanden ist ein luftiges und einladendes Gebäude mit 30 Klienten-Zimmer, das eingebettet zwischen dem Flussraum und den Rebhängen liegt, sich massvoll ins Zentrum eingliedert und durch seine besondere Situierung erst noch einen neuen Dorfplatz begründet.

«Aareperle» hat ihre Tore geöffnet: So sieht das neue Gebäude dorfseitig aus, mit neuem öffentlichem Begegnungsplatz.
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Die Besucherinnen und Besucher werden begrüsst. Im Hintergrund: Institutionsleiter Steven Weill.
Im Bistro war auch Elvira Mrose (Vize-Amman Klingnau und Mitglied Heimvorstand) mit Ehepartner Beda Mrose anzutreffen.
Besucher bei der Besichtigung der Klienten-Zimmer.
Besucher bei der Besichtigung der Klienten-Zimmer.
Besucher bei der Besichtigung der Klienten-Zimmer.
Impressionen Tag der offenen Tür.
Impressionen Tag der offenen Tür.
Impressionen Tag der offenen Tür.
Impressionen Tag der offenen Tür.
Impressionen Tag der offenen Tür.
Impressionen Tag der offenen Tür.
Impressionen Tag der offenen Tür.
Impressionen Tag der offenen Tür.
So sieht das neue Gebäude dorfseitig aus, mit neuem öffentlichem Begegnungsplatz.

«Aareperle» hat ihre Tore geöffnet: So sieht das neue Gebäude dorfseitig aus, mit neuem öffentlichem Begegnungsplatz.

Susanne Holthuizen / Aargauer Zeitung

«Die Bautätigkeit hat den Bewohnenden und den Mitarbeitenden einiges abverlangt,» meint Institutionsleiter Steven Weill.

«Aber es hat sich gelohnt, wir sind sehr glücklich mit dem Resultat. Selbst eine neue Bushaltestelle gibt es nun direkt vor unserem Haus.»

Der Zugang dorfseitig zum Gebäude ist grosszügig als Innenhof angelegt, der auch der Bevölkerung als Begegnungsplatz dienen soll. Wegen dem spektakulären Blick auf die Aare wurde das Haus auf den drei Pflegegeschossen als sogenannte einbündige Anlage konzipiert.

Zehn Zimmer zählt jedes Stockwerk

Auf jedem Stockwerk befinden sich zehn behindertengerechte Klienten-Zimmer mit Sicht auf die wunderbare Flusslandschaft. Zwischen dem Alt- und Neubau liegt auf jeder Etage ein grosszügiger, lichtdurchfluteter Aufenthaltsraum mit Einbauküche, der sowohl zur kleinen Zwischenverpflegung als auch zum Verweilen dient.

Sanfte pastellfarbene Akzente kennzeichnen das jeweilige Stockwerk, das über Treppen und eine Liftanlage erreichbar ist und den bewegungsbedürftigen Bewohnenden einen Rundlauf ermöglicht. Der Einsatz von Holz verleiht dem Innenleben der Zimmer und dem Aussenraum ein wohliges Ambiente. Auch gemütliche Sitznischen im Eingangsbereich, das geräumige Bistro sowie ein grosser Mehrzweckraum ermöglichen Begegnung und Austausch zwischen den Bewohnenden und Besuchern.

Bald wird Altbau saniert – Paarzimmer sind geplant

«Haben Sie Fragen, darf ich Ihnen etwas zeigen», fragt die freundliche Stimme einer Mitarbeitenden die staunenden Gäste. Eine ältere Dame aus Döttingen ergreift gleich die Gelegenheit: «Darf ich meine Möbel mitbringen?», möchte sie wissen. Pflegebett und Nachttische werden von der Institution gestellt, das habe mit den pflegetechnischen Vorgaben zu tun. Auch die Einbauschränke sind fix installiert, ansonsten sei es den Klienten aber freigestellt, ihre persönlichen Sachen mitzubringen, entgegnet die Fachfrau der Gästeschar.

Die häufigste Frage ist die des Paarzimmers. Im Altbau, der ab November saniert wird, werden denn auch einige Zimmer so konzipiert werden, die diesen Wunsch zulassen. Die Mitsprache ist der Institutionsleitung besonders wichtig, so fand für die Bewohnenden bereits ein interner Besichtigungstag statt.

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten Ende 2022 werden 87 Pflegeplätze zur Verfügung stehen, aktuell sind es 52. Die Aufstockung der Aufnahmekapazität zieht auch eine Erhöhung um rund 15 Stellen mit sich, im Vollbetrieb rechnet die Institutionsleitung mit 100 Mitarbeitenden. «Wir möchten das Pflege- und Betreuungszentrum für die Region sein», begründet Steven Weill die Neuausrichtung der Institution und ihre Umbenennung in «Aareperle».

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