Zurzibiet
Diese Abstimmungen sorgen bis Sonntag für Spannung

Am kommenden Wochenende werden die Zurzibieter Stimmbürger auch auf kommunaler Ebene gefordert. Neben der Referendumsabstimmung über die geplante Grüngutabfuhr in Leuggern kommen noch sechs weitere Anliegen zur Abstimmung. Ein Überblick.

Andreas Fretz
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Abstimmung an der Urne. (Archiv)

Abstimmung an der Urne. (Archiv)

Keystone

Bezirk Zurzach

Ersatzwahl eines Bezirksrichters

Mit 70 Jahren muss ein Bezirksrichter sein Amt abgeben. Aus diesem Grund hatte Manfred Zimmermann nach zwölfjähriger Tätigkeit als Laienrichter am Bezirksgericht Zurzach Ende letzten Jahres demissioniert. Wenig später ist Zimmermann völlig überraschend verstorben. Am Sonntag wählt das Zurzibieter Stimmvolk seinen Nachfolger. Mit Markus Burri (46) und Roman Dörig (41) stehen zwei Kandidaten zur Wahl. Burri ist verheiratet und Vater eines 15-jährigen Sohnes, seit 19 Jahren arbeitet er beim Militär und ist Mitglied der SVP. Dörig wohnt in Kleindöttingen und ist ebenfalls verheiratet. Seit 2008 ist er diplomierter Zollfachmann. Dörig ist parteilos.

Leuggern

Referendum Grüngut-Entsorgung

In Leuggern kommt es am Wochenende zur Referendumsabstimmungen über die geplante Grüngutabfuhr. Diese soll die vier bisherigen Sammelstellen ersetzen. Diese sorgte im Vorfeld für viele Leserbriefe und rote Köpfe. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bad Zurzach

Referendum zum Wasser- und Abwasserreglement

Die Abstimmung zur Einführung einer Grundgebühr für Wasser und Abwasser sorgte im Vorfeld in Bad Zurzach für viel Gesprächsstoff. Gegner und Befürworter warben mit Argumenten für ihr Anliegen. Die Vorgeschichte: An an der Wintergmeind wurde das neue Reglement «Ja zur Verteilung der Kosten» zwar mit grossem Mehr gutgeheissen. Daraufhin regte sich allerdings Widerstand. Die Bevölkerung ergriff das Referendum: mit 421 gültigen Unterschriften gegen die Anpassung des Wasser- und mit 405 gültigen Unterschriften gegen das neue Abwasserreglement. Die Besitzer von Einfamilienhäusern würden übermässig belastet, lautete die Kritik. Die Befürworter stellen sich auf den Standpunkt, dass die finanzielle Belastung vertretbar sei.

Mellikon

Ersatzwahl Vizeammann und Gemeinderat

In der 258-Einwohner-Gemeinde tritt Vizeammann Werner Knecht zurück. Guido Jetzer (Jahrgang 1961), seit 2002 Mitglied des Gemeinderats, tritt zur Wahl als Nachfolger an. Für die Ersatzwahl eines Gemeinderats ist hingegen keine Kandidatur eingegangen. Im ersten Wahlgang kann jeder Stimmberechtigte als Kandidatin oder Kandidat gültige Stimmen erhalten, also auch solche, die nicht angemeldet worden sind.

Endingen

Ersatzwahl zweier Gemeinderäte

Ende letzten Jahres gaben Gemeindeammann Lukas Keller und Gemeinderat Urs Ammann ihre Rücktritte bekannt. Für die Ersatzwahl für den Rest der Amtsperiode 2014/17 haben sich zwei Kandidaten gemeldet. Für die FDP steigt Gerhard Schneider ins Rennen. Schneider wohnt in Unterendingen und ist seit vergangenem Jahr pensioniert. Der zweite Kandidat ist der parteilose Ralf Werder (Jahrgang 1971) aus Endingen. Der neue Gemeindeammann wird erst am 5. Juni gewählt. Ab dem Rücktritt Lukas Kellers (30. April) bis zur Wahl seines Nachfolgers übernimmt Vizeammann Peter Keller für rund eineinhalb Monate die Geschäfte.

Schneisingen, Tegerfelden

Referendum Schulsozialarbeit

Die Einführung der Schulsozialarbeit an der Kreisschule Surbtal fand an den Wintergmeinden nicht die benötigten Stimmen. Vier der fünf betroffenen Gemeinden hätten der Vorlage zustimmen müssen, doch es waren nur deren drei. Tegerfelden (38:39 Stimmen) und Schneisingen (37:47) waren knapp dagegen. Die Standortgemeinden Endingen und Lengnau sagten wie auch Freienwil klar Ja zur Schulsozialarbeit. In Tegerfelden und Schneisingen wurde daraufhin das Referendum ergriffen. Die Schulsozialarbeit an der Kreisschule Surbtal bekommt somit eine zweite Chance, diesmal nicht an der Gemeindeversammlung, sondern an der Urne. Sagt eine der Gemeinden Schneisingen oder Tegerfelden diesmal Ja zur Schulsozialarbeit, steht der 60-Prozent-Stelle nichts im Weg.

Fisibach, Kaiserstuhl

Revidierte Gemeindeordnung

Eine neue oder revidierte Gemeindeordnung muss nach der Zustimmung der «Gmeind» auch an der Urne den Segen der Stimmbevölkerung erhalten. In Fisibach und Kaiserstuhl muss die Gemeindeordnung angepasst werden, weil die Kinder künftig im Kanton Zürich beschult werden und sich das auch auf die Schulpflege auswirkt. Beide «Gmeinden» sagten bereits Ja zur neuen respektive revidierten Gemeindeordnung.