Surbtal
Die vier Surbtaler Gemeinden spannen zusammen

Lengnau, Endingen, Unterendingen und Tegerfelden haben gemeinsame Projekte gestartet. Gleichzeitig wollen die Gemeinden ihre Eigenständigkeit nicht verlieren

Pirmin Kramer
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Perspektive Surbtal

Perspektive Surbtal

Aargauer Zeitung

Die vier Surbtaler Gemeindeammänner traten am Dienstag gemeinsam vor die Medien, um den erfolgreichen Start ihres Projekts «Perspektive Surbtal» zu verkünden. Seit Anfang Jahr haben Lengnau, Endingen, Unterendingen und Tegerfelden mehrere Bereiche zusammengelegt. «So können wir die Professionalisierung vorantreiben und die Effizienz steigern», sagte Lukas Keller, Gemeindeammann von Endingen und Obmann des Zusammenarbeitsprojekts. Die Perspektive Surbtal habe auch das Ziel, die Menschen im Tal einander näherzubringen. Auf eine Fusion aller vier Gemeinden laufe das Projekt «Perspektive Surbtal» aber nicht heraus, so Keller. «Wir haben ganz bewusst eine Form der Zusammenarbeit gesucht, in der die Gemeinden eigenständig bleiben können.»

Für die Bevölkerung bereits augenfällig umgesetzt wurde die gemeinsame Kommunikation. Die erste Ausgabe des «Surbtalers» ist vor wenigen Tagen erschienen. Er ersetzt die Dorfblätter «Lengnauer-Zytig», die Gemeindenachrichten Tegerfelden und den Endinger «Lindegiger». Bis Mitte Jahr soll ein gemeinsamer Internetauftritt folgen, wie Tegerfeldens Gemeindeammann Erwin Baumgartner erläuterte.

Der regionale Sozialdienst wird von Lengnau aus geleitet. «Die Fälle werden immer komplexer», sagte Unterendingens Gemeindeammann Kurt Hauenstein. «Es gab Menschen, die das ganze Surbtal hinaufgewandert sind.» Dass Sozialfälle von Gemeinde zu Gemeinde abgeschoben werden, soll künftig nicht mehr geschehen.

Die Feuerwehr Surbtal hat derweil bereits erfolgreich gemeinsame Einsätze geleistet, wie Lengnaus Gemeindeammann Kurt Schmid sagte. «Die Zusammenarbeit hat immer optimal geklappt.» Für die regionale Bauverwaltung haben sich die Gemeinden auf den Standort Unterendingen geeinigt. Neu gibt es zudem einen regionalen Kulturfonds sowie eine regionale Umweltkommission.

«Das Projekt ist erfolgreich gestartet, bilanzierte Lukas Keller. «Es gibt bei gewissen Abläufen noch Probleme, die wir hoffentlich bald beheben können.» In drei Jahren wurde das Projekt «Perspektive Surbtal» umgesetzt. «Eine Schwierigkeit war, dass wir Gemeindeammänner die zeitlichen Ressourcen für das Projekt fanden», so Keller. «Und wir mussten Personal und Standortentscheide fällen, die nicht einfach waren, und die Emotionen hervorgerufen haben. Mit guten Gesprächen konnten wir aber Lösungen finden.»