Tegerfelden
Die Surb gewinnt an natürlicher Dynamik

Die erste Etappe der Längsvernetzung der Surb ist abgeschlossen. «Das Projekt ist gut durchgelaufen», stellt Gemeindeammann Erwin Baumgartner zur ersten Etappe fest. «Und es ist eine Aufwertung eines attraktiven Naherholungsgebietes.»

Louis Probst
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Das verbreiterte Bachbett der Surb wird von der Bevölkerung erkundet. Louis Probst

Das verbreiterte Bachbett der Surb wird von der Bevölkerung erkundet. Louis Probst

«Das sieht ja aus wie an der Maggia», freut sich Markus Zumsteg von der Abteilung Landschaft und Gewässer, im Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Etwas oberhalb der einstigen Abwasserreinigungsanlage von Tegerfelden fliesst die Surb jetzt in einem breiten, natürlichen Bett.

Den «Steinmannli» nach zu schliessen, die im Geröll aufgebaut worden sind, hat nicht nur die Surb, sondern auch die Bevölkerung das neue Bachbett angenommen.

Und die Feuerwehr Surbtal hat sogar für diesen Moment – just an der Stelle, wo sich noch vor einigen Monaten ein Wehr den Fischen und anderen Lebewesen in der Surb in den Weg gestellt hat – eine temporäre Fontäne installiert. Einen «Jet d’ eau» mit gleich vier Strahlen.

«Das Projekt ist gut durchgelaufen», stellt Gemeindeammann Erwin Baumgartner zur ersten Etappe der Längsvernetzung der Surb fest. «Und es ist eine Aufwertung eines attraktiven Naherholungsgebietes.»

Probe bestanden

Nanina Blank, Projektleiterin Flussrevitalisierung bei der Abteilung Landschaft und Gewässer des Kantons, erinnert an den Informationsanlass, bei dem Ende Januar im Schneetreiben das Projekt vorgestellt worden war.

«Nicht nur das Wetter ist jetzt anders», sagt sie. «Vor allem ist das zwei Meter hohe Wehr verschwunden. Die Surb kann jetzt frei fliessen. Oberhalb des einstigen Wehrs sind die Ufer abgeflacht und ist ein Vorland abgesenkt worden.»

Am 31. Mai, als die Surb bei Hochwasser in der Sekunde bis zu 10 Kubikmeter Wasser führte, habe das Projekt seine Feuerprobe – oder hier wohl besser Wasserprobe – bestanden, erklärt sie.

«Die Surb hat gemacht, was wir von ihr wollten. Sie hat sich die Struktur ihres Bettes selbst geschaffen. Es ist genau so gekommen, wie erhofft. Jetzt herrscht in der Surb wieder ein Stück natürlicher Dynamik.»

Finanziert wird diese erste Etappe der Längsvernetzung der Surb, für die Kosten von 400 000 Franken veranschlagt sind, durch den Natur-made-star-Fonds des EWZ, den Bund und den Kanton.

Schwertlilien und Groppen

«Es sieht vielleicht noch etwas nackt aus», stellt Nanina Blank fest. «Wir werden aber mit Schwertlilien ein paar Farbtupfer setzen. Alles andere macht die Natur.»

Und während diese Schwertlilien gesetzt werden, die Gewässeraufseher Werner Lehmann mitgebracht hat, setzt die Jugend eine Anzahl Groppen aus, die Adolf Bolliger, Ehrenpräsident des Aargauischen Fischereiverbandes, in einem oberen Abschnitt der Surb gefangen hat. Auch den Groppen scheints im neuen Flussbett zu gefallen.

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