Döttingen
Die Polen verdarben im Güterschuppen die EM-Party

In der EM-Lounge beim Bahnhof litten die Fans mit der Schweizer Fussballnati im Achtelfinal gegen Polen. Am Ende jubelte nur einer, ein ehemaliger Profi des FC Aarau.

Alexander Wagner (Text und Fotos)
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Bilder der EM-Lounge der Raiffeisenbank Aare-Rhein und Böttstein beim Bahnhof Döttingen
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Foto Wagner

Was für ein Kontrast: Der Stimmung erreicht ihren Höhepunkt. Xherdan Shaqiris Traumtor im EM-Achtelfinal gegen Polen zum 1:1 versetzt die Besucher im Güterschuppen in Döttingen in Ekstase. Eine Stunde später: Nach dem letzten Penalty durch Grzegorz Krychowiak wird es in der EM-Lounge plötzlich mucksmäuschenstill. Aus, vorbei, wieder nicht, Heimfahrt.

Die Raiffeisenbanken Aare-Rhein und Böttstein feiern dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Eine der Jubiläumsaktivitäten ist die EM-Lounge beim Bahnhof in Döttingen – zumindest bis zum Achtelfinal der Schweizer ein wahrer Volltreffer. Der Güterschuppen war lange vor dem Anpfiff am Samstagnachmittag schon bis auf den letzten Platz gefüllt.

Über 300 Fussballfans, aber auch zahlreichen Familien mit Kindern, machten es sich bequem. «Wir sind auch die einzige offizielle WM-Lounge von Radio Argovia», freute sich Thomas Hauser, der die Geschäftsstelle Zurzach der Raiffeisenbank leitet. Sportmoderator Roland Kündig von Radio Argovia interviewte unter anderem Dariusz Skrzypczak. Der Pole spielte von 1994 bis 2003 beim FC Aarau und kennt sowohl den polnischen als auch den Schweizer Fussball, ist er doch immer noch in Holziken wohnhaft und trainierte diverse Teams, im Moment hofft er noch auf ein neues Engagement.

Die Freude von Skrzypczak

Mit der EM-Lounge hat die Raiffeisenbank offensichtlich den Geschmack des Publikums getroffen. Selbst das schlechte Wetter hielt die Leute bisher nicht von einem Besuch ab. Entsprechend zufrieden fällt Thomas Hausers Bilanz aus. «Natürlich möchten wir unseren Kunden und Freunden etwas bieten und zurückgeben und uns dabei als die Bank in der Region positionieren», erklärt Hauser. «Aber vor allem geht es darum, unseren Geburtstag zu zelebrieren». Das gelang bis jetzt. Zumindest bis zum Penaltyschiessen. Hauser, der sieben Jahre Präsident des Veloclubs Gippingen war, ist zuversichtlich, dass das Interesse nach dem Ausscheiden der Schweizer nicht nachlassen werde. «Es sind noch genügend attraktive Nationen dabei. Und es geht auch darum, die EM gemeinsam in einem besonderen Ambiente zu erleben.»

Nach dem letzten Penalty leert sich der Güterschuppen. Nur einer jubelt. Dariusz Skrzypczak freut sich verständlicherweise über den Sieg seiner Landsleute.