Kleindöttingen
Die Gewerbeausstellung als Volksfest – so schön war die REGA 18

Die REGA 18 bot von Donnerstag bis Sonntag viel Wissenswertes, Unterhaltung und Kulinarik bei schönstem Spätsommerwetter.

Irene Hung-König
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Impressionen von der REGA 18 in Kleindöttingen (Oktober 2018)
27 Bilder
Am Stand der Landwirtschaft Zurzibiet gibts frische Äpfel.
Unterhaltung und Kulinarik auf der Piazza zwischen den Ausstellungshallen.
Unterhaltung mit der Bläsercombo Salz & Pfäffer.
Sie testet das Koordinationsgerät Senso Pro aus.
Und hier wird, via Bildschirm, das Tanzbein geschwungen.
Sie interessieren sich für diesen Grill.
Mittels virtueller Brillen begeben sich die Gäste auf eine Zeitreise ins Tiefenlager.
Musik und Brillen stehen bei der Vögele Optik im Mittelpunkt.
Sie interessieren sich für neue Wohnungen.
Hier werden vor Ort Köstlichkeiten zubereitet.
Im Cinema Bueti Gips gibts nebst Popcorn auch einen REGA-Film im Kinosaal.
Hier entstehen Wappen aus Pflastersteinen.
Gluschtiges Lomo saltado von der Metzgerei Köferli.
Dieser Bub erkundet die Dusche mittels virtueller Brille.
Film ab! im Bueti-Gips-Kinosaal.
Gluschtige Desserts gibt es in der Kaffeestube der Bäckerei Maier.
Flanieren, stöbern und Sonne tanken.
Dieses Mädchen versucht, das Metallstück zu platzieren.
Die Kinder werden geschminkt.
Dieser Bub steuert den Kran, an dem ein Metallteil hängt.
Die Blaskapelle Eigenamt unterhält die Gäste.
Bei REGA-OK-Präsident Mike Maxton (hinten am Tresen) steht das Elektro-Auto im Mittelpunkt.
Der Chäs-König präsentiert sein Raclette.
Bei der Mobiliar wird gefischt.
Die Besucher flanieren über die Piazza, unterhalten sich und essen etwas.
An der REGA trifft und unterhält man sich.

Impressionen von der REGA 18 in Kleindöttingen (Oktober 2018)

Irene Hung-König

Mit dem Shuttle-Bus erreichen die vielen interessierten Besucherinnen und Besucher der REGA 18, der alle vier Jahre stattfindenden Gewerbeausstellung in Kleindöttingen, das Schulgelände. «Herzlich willkommen» steht da in grossen Lettern – und tatsächlich fühlt man sich von Anfang an gut aufgehoben an dieser Ausstellung des Gewerbevereins Aaretal-Kirchspiel. 101 Aussteller präsentieren ihr Schaffen, ziehen die Aufmerksamkeit der Gäste mit Gewinnspielen, Wettbewerben oder einem Glas Wein auf sich, verteilen Ballone, Popcorn, Bonbons.

OK-Präsident Mike Maxton steht hinter dem Tresen seines Standes, der «Maxton AG», hoch oben thront das von Weitem sichtbare Elektro-Auto. «Das Wichtigste an der REGA ist der Kundenkontakt. Hier hat man die Zeit, den Kunden Danke zu sagen und zusammen ein Glas Wein zu trinken. Im Alltag kommt man sonst nicht dazu», erklärt Mike Maxton, der zum zweiten Mal als OK-Präsident amtet.

Als Highlight bezeichnet er die Ausstellung an sich: «Das neue Gelände besticht auch durch die Piazza zwischendrin, wo man sich ausruhen, etwas essen und trinken kann.» Und die Qualität der Stände spreche ebenfalls für sich. Als Besonderheit erwähnt er den Lehrstellen-Trail für Jugendliche, angelehnt an die Fox-Trails, wo es darum geht, Aufgaben zu erledigen und so Schritt für Schritt weiterzukommen. «Neun Firmen haben an diesem Trail teilgenommen und stellen den Jugendlichen Aufgaben, wie zum Beispiel ein kleines Auto zusammenzubauen», sagt Mike Maxton.

Sehen, riechen, ausprobieren

Vis-à-vis von Maxtons Stand wird in der Küche der Finex GmbH gekocht. Zunächst ein Espresso? Auch nicht schlecht. Doch falsch gedacht: In den kleinen Bechern auf dem Tablett, welches die junge Dame geschickt durch die Menge manövriert, wird die kurz zuvor zubereitete und äusserst leckere Kürbissuppe zum Probieren angeboten.

Popcorn-Duft steigt einem in die Nase, und dieser führt direkt ins Kino. Und zwar ins «Cinema Bueti-Gips» von Bruno Bütikofers Gipsergeschäft. Das Kino ist mit Filmplakaten gestaltet, die zunächst an bekannte Filme wie «James Bond» oder «Wickie und die starken Männer» erinnern. Doch beim näheren Hinsehen wird klar: Hier wurden kurzerhand die Darsteller durch die Hauptdarsteller in Bütikofers Gipsergeschäft ersetzt.

Gar einen kleinen Kinosaal gibt’s, in welchem der aktuelle «REGA-Film» läuft. «Die Idee mit dem Kino stammt von meiner Frau Sabine. Das Wichtigste ist, dass wir den Leuten in Erinnerung bleiben», sagt Bütikofer.

40 Jahre in die Zukunft reisen

Die vielen Leckereien werden nun auf dem neuen Koordinationsgerät «Senso Pro» wegtrainiert. Auf zwei Gummi-Bahnen stehend, wippt man mit den Füssen auf und ab, zieht gleichzeitig an den Gummiseilen. «Dieses Schweizer Produkt zielt auf Gleichgewicht und Koordination ab und ist für die Altersgruppe ab 40+ gedacht», sagt Fitnessinstruktor Nico Vogt vom Sportcenter Leuggern.

Etwas Spezielles ist auch die neunminütige «Reise ins Tiefenlager» am Stand der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle. Auf einem Stuhl sitzend und mit aufgesetzter virtueller Brille, reist man zunächst 40 Jahre in die Zukunft und erlebt, wie die radioaktiven Abfälle vom Zwischen- ins Tiefenlager transportiert und dort eingeschlossen werden.

Als kurzweilig und abwechslungsreich beschreibt René Utiger, Präsident des Gewerbevereins Aaretal-Kirchspiel, die Gewerbeausstellung: «Die Messe ist auf einem hohen Niveau, dies zeigen die kreativen Stände. Überall gibt es etwas anderes zu sehen – und das macht sich bezahlt.»