Koblenz
Die CVP will in Koblenz kein zweites Rekingen

Die CVP-Bezirkspartei stellt sich gegen die Einquartierung von Asylbewerbern in Dorfzentren. Sie reagiert damit aufs Vorhaben des Kantons, im ehemaligen Hotel Verenahof in Koblienz 70 Asylbewerber unterzubringen.

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Der Kanton will das ehemalige Hotel Verenahof gegenüber demKoblenzer Bahnhof als Asylzentrum nutzen. Peter Jacobi

Der Kanton will das ehemalige Hotel Verenahof gegenüber demKoblenzer Bahnhof als Asylzentrum nutzen. Peter Jacobi

Der Kanton sei intensiv daran, brachliegende Objekte in den Aargauer Gemeinden anzumieten, um Asylbewerber auf die Gemeinden zu verteilen, schreibt die CVP des Bezirks Zurzach in einer Pressemitteilung. «Vor einigen Wochen wurde die Bevölkerung von Leuggern durch das Departement Gesundheit und Soziales schriftlich informiert, dass es eine seit Längerem leer stehende Liegenschaft mieten und neun Asylbewerber unterbringen will. Jetzt ist Koblenz dran. Im ehemaligen Hotel Verenahof sollen bis zu 70 Asylsuchende untergebracht werden.»

«Zentren beschleunigen Verfahren»

Die CVP des Bezirks Zurzach wehrt sich gegen eine Verteilung der Asylbewerber auf die Gemeinden. «Wir vertreten die Auffassung, dass die Asylsuchenden in Asylzentren untergebracht werden müssen. Wir sind überzeugt, dass in Zentren die Verfahren wesentlich beschleunigt werden können und auch Missbräuche besser und konsequent bekämpft werden können. Wir würden durch diese Lösung auch die Anziehungskraft der Schweiz als Fluchtland bewusst schwächen und vor allem Wegweisungen effizienter vollziehen können.»

Die Zurzibieter CVP will im unteren Aaretal kein zweites Rekingen. Der Verenahof habe keinen Umschwung, schreibt die Partei in ihrer Mitteilung. «Die Asylbewerber werden sich zwangsläufig in den umliegenden Orten aufhalten. Es wird eine Frage der Zeit sein, bis auch im unteren Aaretal die gleichen Missstände herrschen wie in Bad Zurzach.» Abschliessend fordert die CVP-Bezirkspartei den Kanton auf, auch die Gemeinden Leuggern und Klingnau an die Informationsveranstaltung vom nächsten Freitag einzuladen.(AZ)