Bad Zurzach
Deutsch-Aargauisches Schulprojekt ist am Ende

Sieben deutsche Schüler gehen zur Zeit im Zurzibiet zur Schule. Die seit 2003 aktive Zusammenarbeit geht nun zu Ende. Der Grund: Fehlende Staatsverträge und sinkende Nachfrage drosseln das Interesse am Projekt.

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Bald kommen keine deutschen Schüler mehr nach Bad Zurzach.

Bald kommen keine deutschen Schüler mehr nach Bad Zurzach.

Seinen Anfang nahm das Projekt mit der Bezirksschule Kaiserstuhl. Die Schule hatte zu wenig Schüler und für die deutschen Schüler war der Schulweg näher. Später wurden die sie in Bad Zurzach unterrichtet, bereits ab der 4. Primarklasse kamen Jugendlichen aus Deutschland in der Schweiz zur Bezirksschule, dies wurde von beiden Parteien begrüsst.

Pro Jahr waren es etwa zwischen 12 und 14 Jugendliche, die über die Grenze kamen. Die Kosten von 20'000 bis 30'000 Franken pro Jahr übernahm der Kanton, schreibt das DRS Regionaljournal.

Das Projekt neigt sich dem Ende zu

Weil es an einem veritablen Staatsvertrag mangelt und weil auch die grenznahen Schulen in Deutschland über zu niedrige Schülerzahlen klagen, wird diese Deutsch-Aargauische Zusammenarbeit nun gestoppt. Zwar können die deutschen Schüler, die in Bad Zurzach momentan noch die Schule besuchen, diese auch beenden, weitere werden aber nicht mehr folgen.

Leidtragend ist im Endeffekt die Kreisschule Rheintal-Studenland in Bad Zurzach, auch in hier sind die Schülerzahlen gesunken.