Baldingen
Der Wasserturm soll zum Aussichtsturm werden – und zu einem Ort der Begegnung

Neuer Ort der Begegnung: Vom Baldinger Turm ist fast das ganze Gebiet der künftigen Gemeinde Zurzach überschaubar.

Stefanie Garcia Lainez
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Auf dem Wasserturm in Baldingen ist eine Aussichtsplattform geplant – als neuer Begegnungsort der Fusionsgemeinde Zurzach.

Auf dem Wasserturm in Baldingen ist eine Aussichtsplattform geplant – als neuer Begegnungsort der Fusionsgemeinde Zurzach.

Britta Gut

Er liegt auf dem höchsten Punkt der neuen Gemeinde Zurzach und ist 28 Meter hoch: der Baldinger Wasserturm. Er soll zu einem Aussichtsturm erweitert und somit zum neuen Begegnungsort der bald flächenmässig grössten Gemeinde im Kanton werden.

«Als Leuchtturm-Projekt steht der Turm sinnbildlich für die gemeinsame Zukunft der acht Gemeinden», sagt der Baldinger Gemeindeammann René Meier. Bad Zurzach, Baldingen, Böbikon, Kaiserstuhl, Rümikon, Rietheim, Rekingen und Wislikofen fusionieren per Anfang 2022 zur Gemeinde Zurzach.

Der neue Begegnungsort, so die Idee, soll nicht im Zentrum einer der acht Ortschaften, sondern auf ländlichem Gebiet entstehen. «Der Wasserturm und dessen Lage sind deshalb ideal», sagt René Meier. Mitten im Wald auf knapp 600 Metern über Meer kann man auf der geplanten Plattform oberhalb des Turms bis auf wenige Ausnahmen das gesamte Gebiet der Fusionsgemeinde überblicken. 170 Stufen sollen über eine mit Holz ausgekleidete Stahlwendeltreppe auf die Plattform führen, wo man eine Rundumsicht geniesst.

Baugesuch wird noch diesen Monat eingereicht

«Der Aussichtsturm symbolisiert damit die Weitsicht der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger», sagt René Meier. «Denn Weitsicht und Mut sind gefordert bei einem solchen geschichtsträchtigen Zusammenschluss.» Der Turm symbolisiere zudem Wasser. «So wie die acht Wellen auf dem künftigen Wappen, die für acht Bäche stehen, die alle in den Rhein münden», erklärt der Baldinger Gemeindeammann.

In diesem Monat soll das Baugesuch beim Kanton eingereicht werden. Zuvor suchte das Projektteam das Gespräch mit verschiedenen Organisationen wie dem Forstamt, der Jagdgesellschaft sowie Pro Natura und BirdLife. Ihre Anregungen, beispielsweise einen Waldlehrpfad mit wechselnden Themen einzurichten, seien mit grossem Interesse als Ideen aufgenommen worden, so René Meier. Läuft alles planmässig, kann die Aussichtsplattform auf dem weiterhin als Reservoir dienenden Wasserturm im kommenden Jahr inklusive Grillplatz umgesetzt werden.