Würenlingen
Der Startschuss für ein neues Kulturzentrum in Würenlingen ist gefallen

Die Würenlinger Ortsbürger sagen deutlich Ja zur Planung für den Dorfschüür-Umbau. Dieser war zuvor bereits zweimal bachab geschickt worden. Ende 2015 soll der Baukredit von 4,5 Millionen Franken beantragt werden.

Hans Lüthi
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Zähes Sitzleder brauchten die Würenlinger Stimmberechtigten, vor allem die Ortsbürger: Die Dorfschüür als umstrittenstes Geschäft der Wintergmeind kam erst nach zweieinhalb Stunden zur Diskussion. Da hatten die Einwohner längst sämtliche Geschäfte mit grossen Mehrheiten genehmigt und die Halle Weissenstein verlassen. Der Dorfschüür gelang jetzt der Startschuss in die dritte Planung: Der Kredit von 85 000 Franken wurde mit 52 Ja zu 18 Nein deutlich genehmigt. Für Gemeindeammann André Zoppi ist ein Kulturzentrum an idealer Lage dringend nötig. Würenlingen brauche Räume für Ausstellungen, Veranstaltungen und eine Bibliothek. Ein grosser Saal für 150 bis 200 Personen ist im Obergeschoss vorgesehen.

Baukredit in einem Jahr

In der Diskussion meinte ein Kritiker, die Zeit sei nicht reif für ein solches Projekt, man solle kein neues Abenteuer eingehen, es gebe keine Parkplätze. 2001 und 2002 haben die Ortsbürger Baukredite von 3,8 und 3,6 Millionen Franken abgelehnt. Jetzt sieht der Fahrplan so aus: Im Frühjahr Projektierungskredit von 440 000 Franken, Ende 2015 der Baukredit von 4,5 Millionen Franken. «Wir wollen vorwärts machen, Ende 2017 könnte die Dorfschüür gebaut sein», sagte Ammann Zoppi. Architekt Robert Frei sprach von «einem sehr guten Vorprojekt». Ex-Ammann Arthur Schneider warnte, die Verteilung der Kosten müsse klar und transparent sein, sonst drohe vor dem Stimmvolk ein erneuter Schiffbruch. Die Ortsbürger sagten mit grossen Mehrheiten auch Ja zu zwei Naturwald-Reservaten und einem Landverkauf für total 767 000 Franken.

Bushalt auf der Fahrbahn

Bei den Einwohnern war von acht Projekten nur eines leicht umstritten, wobei Gemeindeammann Zoppi und Vize Josef Schmidlin auch hier alles minutiös erklärten. Die vor einem Jahr zurückgewiesene Endingerstrasse habe jetzt einen deutlich besseren Fussgängerschutz. Diskutiert wurden die Bushaltestelle auf der Strasse, eine Insel statt Fussgängerstreifen und der Umweg um eine Liegenschaft. Die grosse Mehrheit genehmigte den Kredit für den Ausbau der Endingerstrasse von knapp 1,7 Millionen Franken. Ein Antrag auf Ablehnung des Projekts erhielt nur acht Stimmen.

Überwältigende Ja-Mehrheiten gab es auch für das Budget 2015 mit 95 Prozent Steuern, die Einbürgerung einer deutschen Familie, Kredite für den Ausbau Buchenweg und den Beitritt zum Park Innovaare beim PSI.

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