Leuggern
Der Noëmi-Nadelmann-Chor tritt in Leuggern auf

Die Gesangsgruppe ist in der TV-Sendung «Kampf der Chöre» schweizweit bekannt geworden. Zum Chor gehört Ueli Kalt – für ihn wird der Auftritt zu einem Heimspiel.

Pirmin Kramer
Drucken
Teilen
Ueli Kalt freut sich auf den Auftritt in seiner Heimat.

Ueli Kalt freut sich auf den Auftritt in seiner Heimat.

AZ-Archiv/WAL

Ueli Kalt aus Hettenschwil singt ein paar Töne, und seine Stimme klingt sogar durch das Telefon kräftig und klar. Vor vier Jahren liess sich der Bankfachmann frühzeitig pensionieren – seither widmet er sich dem Singen, seiner grossen Passion. Vor zwei Jahren machte er bei der TV-Sendung «Kampf der Chöre» unter der Leitung von Noëmi Nadelmann mit.

Verschworene Truppe

Die Gruppe ist auch nach der Sendung zusammengeblieben und hat sich dazu entschlossen, gemeinsam auf Tournee zu gehen. «Es sind grosse Freundschaften entstanden, wir sind eine verschworene Truppe», schwärmt Kalt. Der Aufwand sei gross, er übe jeden Tag eine Stunde für sich. 30 bis 40 Lieder gross ist das Repertoire des Chores. Jeder Ton müsse geübt werden. «Wir sind alles gute Sänger und haben eine besondere Stimme mit auf den Weg gekriegt, aber wir alle müssen üben, auch wenn es vereinzelt Momente gibt, in denen es uns stinkt», sagt Kalt.

Den Entscheid, viel Zeit in den Gesang zu investieren, bereut er aber keineswegs. «Die Musik hat mich schon oft aufgestellt, sie tut mir ganz einfach gut.» Seine grösste Stärke als Sänger sei sein Musikgehör. Er höre aus einzelnen Akkorden Töne heraus. Das sei eine Gabe, die ihm helfe, ein Lied schnell zu lernen. Von der «Weltklassesängerin» Noëmi Nadelmann könne er extrem viel lernen. «Jede Probe mit ihr ist so viel wert wie eine Gesangsstunde.» Zum Beispiel könne man sie beobachten, wie sie einsingt oder wie sie sich vorbereitet. Auch ihre Körperhaltung sei vorbildlich. So könnten er und die anderen Kollegen des Chors seine Technik verbessern.

Am 29. April kehrt er zurück in die Kirche Leuggern, in der er als Mitglied des Männerchors schon oft gesungen hat. «Ich freue mich riesig auf den Auftritt», sagt Kalt. «Es ist für mich ein richtiges Heimspiel.» In dieser Kirche sang er schon mit 150 Menschen, jetzt mit dem Noëmi-Nadelmann-Chor erwartet er einen anderen Auftritt. «Wir sind rund 20 Sänger, man ist richtiggehend ausgestellt.» Er singe auch ein paar Solos und könne sich nicht verstecken. Weil ihn viele Zuhörer persönlich kennen, werde er vor dem Auftritt wohl etwas angespannt sein. Die Erwartungshaltung bei Auftritten zu Hause sei gross. «Aber diese Anspannung braucht es, damit man konzentriert ist. Ich bin zuversichtlich, dass mir und unserer Gruppe der Auftritt gelingen wird.»

Noëmi-Nadelmann-Chor, 29. April, 17 Uhr, Kirche Peter und Paul