Bad Zurzach
Der Nachwuchs jodelt wacker mit

Der Jodelklub «Am Rhy» hat mit abwechslungsreichem Programm am Jodlerabend im Gemeindezentrum Bad Zuzach gut unterhalten - und gar eine Uraufführung präsentiert.

Peter Jacobi
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Uraufführung von «Jungs Jodlerglück»: Vorne Mitte die Geschwister Utzinger, Andreas, Valentin und Corinne. Dazwischen dahinter Vater Utzinger und die Komponistin Vreni Suter. peter jacobi

Uraufführung von «Jungs Jodlerglück»: Vorne Mitte die Geschwister Utzinger, Andreas, Valentin und Corinne. Dazwischen dahinter Vater Utzinger und die Komponistin Vreni Suter. peter jacobi

An Jodelgesang mit Jung und Alt, Alphornklängen, Volkstänzen und einem währschaften Schwank konnte sich das Publikum beim Jodelklub «Am Rhy» erfreuen. Eine Uraufführung des Jodelliedes ohne Titel, das von der Leiterin des Jodelklubs, Vreni Suter, komponiert und getextet wurde, war die erste, nicht im Programmheft aufgeführte Überraschung des Abends; die Verleihung der Auszeichnung «Das goldene Ohr» die zweite.

Begonnen hat der Jodlerabend wie immer. Vor voll besetztem Gemeindezentrum wurde zur Ehre unserer schönen Natur gesungen. Die vier Solojodlerinnen und die zwanzig Männerstimmen lobten die heile Bergwelt, freuten sich am Erwachen des Frühlings und erzählten Geschichten von der alten Linde.

Gern gehört wird stets der Naturjodel vom «Steinmanndli», eine Art Sprechgesang, den man fast als Rap bezeichnen könnte. Die Trachtentanzgruppe Bad Zurzach drehte sich fröhlich im Takt der Musik dazu. Undenkbar wäre der Jodlerabend ohne Alphornklänge. Von Fritz Küpfer und Hermann Zölly als Duo kamen die urchigen Töne.

Junges Jodlerglück macht Freude

Die Zurzacher Jodler dürfen stolz sein auf den Nachwuchs aus den eigenen Reihen. Das Duo Corinne und Andreas Utzinger holte mit dem gelungenen Vortrag «Chumm mit mir» grossen Applaus. Begleitet wurden sie von ihrer Mutter am E-Piano. Zum jugendlichen Duo kam der jüngere Bruder Valentin, und zusammen liess das Familientrio die Rösslein springen. Dem Chor, der dann die Komposition von Vreni Suter vortrug, gehörte auch Vater Utzinger an.

Jung und Alt sangen vom schönen Traum, gemeinsam zu musizieren. Für das noch namenlose Lied wurde später in einem Publikumswettbewerb der passende Titel «Jungs Jodlerglück» ausgewählt. Eine Überraschung hatte sich der Jodelklub für Komponistin und Texterin Vreni Suter ausgedacht. Ehrenpräsident Kurt Schaffner überreichte der Leiterin, die seit über zwanzig Jahren den Jodelklub musikalisch führt, die Auszeichnung «Das goldene Ohr». «Vreni Suter hört bei den Proben jeden nicht ganz reinen Ton im Chor», erklärte Schaffner die Art des Preises schmunzelnd.

Im zweiten Teil des Abends war es der Schwank «Um kein Priis», der die Gemüter erfreute. Bei Bürstenfabrikant Grimm ist der Umsatz im Keller und Feuer im Dach. Die Akteure finden mit viel Temperament und Sprachwitz, nach Scherben und Handgreiflichkeiten, Verwechslungen und Tränen zu Liebe und glücklichem Ende zusammen.