Schneisingen
Der «Leuehof» mit dem «Panierkönig» stellt sich einem TV-Wettbewerb

Die Sendung «Mini Beiz, dini Beiz» zeigt am Donnerstag das Schneisinger Restaurant «Leuehof» mit dem Wirteehepaar Brun. Ob sie den Wettbewerb in der Sendung gewinnen, dürfen die Bruns noch nicht sagen – dafür verraten sie das Menu.

Nadja Rohner
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Beatrice und Jean-Claude Brun im Jahr 2013, kurz nach ihrer Rückkehr nach Schneisingen.

Beatrice und Jean-Claude Brun im Jahr 2013, kurz nach ihrer Rückkehr nach Schneisingen.

Angelo Zambelli

Heute Abend ist die Sendung «Mini Beiz, dini Beiz» vom Schweizer Fernsehen SRF zu Gast im Schneisinger «Leuehof» beim Wirtepaar Beatrice und Jean-Claude Brun. Das Sendungskonzept: Fünf Stammgäste zeigen, was ihr Lieblingsrestaurant so besonders macht. Am Ende jeder Folge bewerten sie den gesamten Abend nach den vier Kriterien Ambiente, Essen, Service und Preis-Leistungs-Verhältnis und vergeben Punkte.

Am Freitagabend wird der Sieger bekannt gegeben. Gedreht wurde an einem einzigen Tag im Februar. Als stressig habe sie das nicht empfunden, sagt Wirtin Beatrice Brun. «Nur die Präsenzzeit war lange. Aber das sind wir uns im Gastgewerbe ja gewohnt.» Ansonsten seien sie sehr zufrieden gewesen mit dem Verlauf der Dreharbeiten: «Die Testesser waren nette Gäste, das Fernsehteam lässig.»

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Für den Wettbewerb angemeldet wurde der «Leuehof» von Stammgast Inge Mettler. Die Bruns kennen sie noch aus der Zeit, in der sie das «Alpenrösli» in Schneisingen geführt haben. Zwischenzeitlich wirteten sie einige Jahre im «Central» in Niederrohrdorf. Nach Schneisingen kehrten sie 2012 zurück. Der «Leuehof» befindet sich in einem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert. Man vermutet, dass am selben Ort schon im 14. Jahrhundert eine Taverne stand.

Ob der «Leuehof» den Wochensieg geholt hat, darf Beatrice Brun nicht verraten. Wohl aber, was sie den Testessern aufgetischt hat: «Cordon bleu als Hauptgang und zum Dessert das ‹Träumli› – eine Variation unserer Dessertklassiker wie Crème brulée, Sorbets, Parfait und Schoggimousse.» Zwar gehöre das Cordon bleu zu den meistgegessenen Speisen im «Leuehof», sie und ihr Mann wären aber lieber mit einem anderen beliebten Gericht in den Wettbewerb gegangen: das Klostergeheimnis. «Dabei handelt es sich um Schweinsfiletmedaillons mit Cognacrahmsauce und Pilzen, dazu unsere berühmten.» Weil sich Jean-Claude aber als «Panierkönig» einen Namen gemacht hat – ein Restaurantkritiker schrieb einst, die Panade eines von Brun zubereiteten Cordon bleus sei «schön gewellt, onduliert, fast wie bei einer gepflegten älteren Dame» – wollte das SRF, dass die Bruns mit dieser Spezialität antreten.

Die Bruns erhoffen sich von der Sendung einen Marketingeffekt. Wohl zu Recht: «Am Montag erreichte die Folge aus dem Zofinger Restaurant ‹Fédéral› 147 000 Zuschauer, was einem Marktanteil von 29,1 Prozent entspricht», sagt SRF-Sprecherin Saskia Wegmann. Ein Public Viewing wird es im «Leuehof» nicht geben. «Wir haben normal geöffnet», sagt Beatrice Brun. «Ich schaue die Sendung aber trotzdem – auf dem iPad.»

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