Full-Reuenthal
Der Kapellenverein sucht händeringend nach Geld

An der öffentlichen Generalversammlung des Kapellenvereins Full am nächsten Mittwoch in der Turnhalle Full (Beginn 20 Uhr) wird entschieden, ob die Kapelle für 489 800 Franken saniert und damit der Nachwelt erhalten werden soll.

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Die römisch-katholische Kapelle in Full wurde 1795 erbaut. PKR

Die römisch-katholische Kapelle in Full wurde 1795 erbaut. PKR

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1795 haben die Ortsbürger von Full die Kapelle an der Durchgangsstrasse ins Unterdorf auf eigene Kosten erbaut. Mit der Aufteilung der Grossgemeinde im Kirchspiel Leuggern kam die Kapelle in den Besitz der Gemeinde Oberleibstadt. 1832 wechselte der Besitz zur neu entstandenen Gemeinde Full-Reuenthal. Diese übergab das schmucke Gotteshaus 1947 in die Hände der Kirchgemeinde Leuggern, welche dem neu gegründeten Kapellenverein Full die Kapelle als Eigentum übergab. Seither ist der Kapellenverein für den Unterhalt des Gebäudes zuständig. Nun wurden gröbere Bauschäden festgestellt, vor allem im Mauerwerk, an der Kapellendecke, an den Fenstern und bei den elektrischen Installationen. Der zugezogene Architekt kommt zum Schluss, dass eine Gesamtsanierung umgänglich ist.

Noch wird die Kapelle rege für Gottesdienste, Feiern und für die Einkehr genutzt. Rein für diese Nutzung rechtfertigt sich eine Gesamtsanierung in der Höhe einer halben Million Franken wohl kaum. Im Vordergrund steht daher die historische Verantwortung der Gesellschaft, die Kapelle als Kulturgut und historischen Zeugen der Nachwelt zu erhalten. Diese Verantwortung übersteigt die Möglichkeiten des Kapellenvereins. Eine Spendenaktion für die Renovation der Kapelle ist im letzten halben Jahr sehr gut angelaufen und stimmt zuversichtlich. Diese Aktion allein genügt aber bei Weitem nicht, die halbe Million aufzubringen. Nach Ansicht der Vereinsverantwortlichen müssten die Einwohnergemeinde, die Kirchgemeinde, die Landeskirche und die kantonale Denkmalpflege stärker einbezogen werden. (AZ)

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