Lengnau
Der «hübsche Bub» aus Lengnau in der Weltstadt Berlin

Ein Artikel über den 21-jährigen Lengnauer Nicola Grosswiler, der seit rund einem Jahr beim Starcoiffeur Udo Walz in Berlin arbeitet, schlägt hohe Wellen. Selbst in Berlin wird über ihn berichtet. Doch die Berichterstattung enthält auch einen Lapsus.

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Nicola Grosswiler

Nicola Grosswiler

ZVG

Vor etwas mehr als einer Woche erschien ein Artikel mit dem Titel «Vom Lengnauer Bauernhof in den Berliner Salon des Starcoiffeurs». Porträtiert wurde die berufliche Karriere des 21-jährigen Lengnauers Nicola Grosswiler, der seit rund einem Jahr beim Starcoiffeur Udo Walz in Berlin arbeitet.

Nur drei Tage später erschien in der grössten Berliner Zeitung BZ eine Kolumne mit folgendem Wortlaut: «Bei Berlins Star-Friseur zu arbeiten, ist natürlich ehrenvoll, aber sonst keiner Rede wert. Denn die gesamte Aufmerksamkeit fällt immer noch dem Maestro mit den Scherenhänden selbst zu. Anders ist es, wenn man es aus dem kleinen Ehrendingen (ein Schweizer Dorf mit offiziell 4243 Einwohnern) zu unserem Hauptstadt-Figaro schafft. Dann berichtet dort sogar die Lokalpresse gross. So konnte ich diese Woche in der Aargauer Zeitung von einem 21-Jährigen lesen, der auszog, um das Fürchten zu lernen.

‹Meine grösste Angst ist, dass am nächsten Tag in der Zeitung steht, dass einer der Promis, die ich frisiert habe, eine schlimme Frisur hatte› vertraute der hübsche Bub unseren Schweizer Kollegen an.» Ende der Kolumne.

Dazu zwei Bemerkungen: Wäre der Kolumnist beim Lesen des az-Artikels aufmerksamer gewesen, hätte er festgestellt, dass Nicola Grosswiler aus Lengnau kommt und nicht aus Ehrendingen.

Zweitens wäre es auch in einer Weltstadt angebracht, einen 21-Jährigen nicht als «hübschen Bub» zu bezeichnen, sondern als «hübschen jungen Mann». Ansonsten haben wir uns darüber gefreut, dass die az auch in Berlin gelesen wird.(eo./Za)