Endingen
Der doppelte Keller will an die Spitze von Endingen

Das Rätselraten ist vorbei: Die Kandidaten für den Gemeinderat des fusionierten Dorfes stehen fest. Lukas Keller kandidiert diesen Herbst als Gemeindeammann, Peter Keller als Vizeammann der fusionierten Gemeinde Endingen.

Pirmin Kramer
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Peter Keller (links) und Lukas Keller

Peter Keller (links) und Lukas Keller

AZ

Endinger und Unterendinger Stimmbürger haben sich im vergangenen Herbst für den Zusammenschluss entschieden, und seither wurde in den beiden Dörfern die Frage diskutiert, wie der neue Gemeinderat zusammengesetzt sein könnte. Gegenüber der Aargauer Zeitung sagt der Endinger Ammann Lukas Keller, wer sich einer Wahl stellen wird: «Für das Amt des Gemeindeammanns werde ich kandidieren, für das Vizeammann-Amt wird sich der bisherige Unterendinger Gemeinderat Peter Keller zur Verfügung stellen.» Lukas Keller sitzt seit 16 Jahren im Endinger Gemeinderat, seit 2007 amtet er als Ammann. Peter Keller gehört dem Unterendinger Gemeinderat seit 2006 an, er ist derzeit unter anderem für die Ressorts Sozial- und Vormundschaftswesen, Kultur und Vereine zuständig.

Er habe sich in ersten Gesprächen für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung gestellt, erklärt Peter Keller. Im weiteren Verlauf des Klärungsprozesses sei die Kandidatur für das Vizeammann-Amt zur Sprache gekommen.

Komplettiert werden könnte die neue Exekutive mit den bisherigen Endinger Gemeinderäten Urs Ammann und Felix Spuler sowie mit Kurt Hauenstein, derzeit Gemeindeammann von Unterendingen. Sie alle stellen sich gemäss Lukas Keller ebenfalls zur Wahl.

Entscheid in zwei Schritten

Der Entscheid, wer die neue Gemeinde mit dem Namen Endingen führen wird, liegt bei den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern: Am 9. Juni dieses Jahres bestimmen sie in einem ersten Schritt, wer dem Fünfergremium angehören wird, im September wählen sie dann den Gemeindeammann und den Vizeammann. «Mit dem frühen Wahltermin möchten wir sicherstellen, dass das neu zusammengesetzte Gremium frühzeitig in wichtige Weichenstellungen wie den Voranschlag 2014 oder den Investitionsplan eingebunden werden kann», erklärt Keller.

«Projekt nicht abgeschlossen»

Dass Kurt Hauenstein, der bisherige Ammann, als Gemeinderat kandidiert, sei für einige vielleicht ein wenig überraschend. «Die Idee ist, dass er mithelfen wird, den Zusammenschluss umzusetzen», erklärt Lukas Keller. «Denn das Projekt ist mit dem Entscheid vom Herbst noch nicht abgeschlossen. Das ist erst der Fall, wenn man sagen kann, dass der Zusammenschluss geglückt ist.»

Am 23. September des vergangenen Jahres hatten die Stimmbürger beider Dörfer einen Zusammenschluss deutlich befürwortet. In Endingen wurden 612 Ja-Stimmen und 55 Nein-Stimmen eingelegt; in Unterendingen wurde der Zusammenschluss mit 118 Ja gegen 35 Nein angenommen. Ein Jahr bleibt den Verantwortlichen, um den Entscheid umzusetzen, und es gibt noch viel zu tun. In dieser Zeit müssen unter anderem die Finanzen der beiden Gemeinden zusammengeführt werden, damit auf den 1. Januar 2014 eine Übernahmebilanz erstellt werden kann. Zudem müssen sämtliche Reglemente, Versicherungen, Verträge und Mitgliedschaften der beiden Gemeinden überprüft und möglicherweise angepasst werden», erklärt Lukas Keller. In den kommenden 12 Monaten müssen ausserdem die Revision der Bau- und Nutzungsordnung, die derzeit in Endingen läuft, auf die Gemeinde Unterendingen ausgedehnt werden.