Bad Zurzach
Das Wetterpech zwingt Kavallerieverein zum Handeln

Mit dem Wetter hatte der Kavallerieverein Zurzach bei seiner traditionellen Springkonkurrenz am vergangenen Wochenende zu kämpfen. Das Starterfeld war am verregneten Sonntag reichlich ausgedünnt.

Hans Christof Wagner
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Selina Meier aus Klingnau ritt am Sonntag auf Rang vier. whc

Selina Meier aus Klingnau ritt am Sonntag auf Rang vier. whc

Für den Samstag konnten Vereinspräsidentin Claudia Scherrer und OK-Präsident Harry Gradischnig eine positive Bilanz ziehen. Bedingt durch das noch schöne und trockene Wetter freuten sich die Veranstalter über ein stabiles Starterfeld. Meldungen und Starts hielten sich am ersten Wettkampftag noch die Waage. Beim vierten Rennen am Samstag, bei dem ein Viererteam pro Reitverein gemeinsam antrat, reichte es dem Kavallerieverein Zurzach sogar für Rang 1.

Doch die Sorgenfalten wurden tiefer, als das Wetter am Samstagnachmittag umschlug und es in Strömen zu regnen begann. Der Parcours-Platz war zwar auch noch am Sonntag gut zu bereiten, doch der Abreiteplatz, dort wo die Reiter ihre Pferde aufwärmen und auf den Start vorbereiten, hatte sich in eine Sumpflandschaft verwandelt. Diesen wollten dann doch einige Reiter ihren Pferden nicht zumuten und blieben am Sonntag der Springkonkurrenz fern.
Beim siebten Rennen, einem 2-Phasen-Ritt mit Hindernissen bis zu 1,10 Meter Höhe, waren 35 Reiter gemeldet, doch nur 18 gingen wirklich an den Start. Darunter war auch Selina Meier aus Klingnau auf Singolord. Blieb sie im ersten Ritt noch fehlerlos, musste sie im zweiten 12 Fehlerpunkte verschmerzen – am Ende blieb Rang vier.

«Man musste natürlich schon mehr aufpassen als auf einem trockenen Parcours, gerade bei den Wendungen. Aber der Platz war trotzdem okay», sagte die Reiterin. Und: «Ich kann nicht so ganz verstehen, warum so viele am Sonntag abgesagt haben.» Dennoch: Für OK-Präsident Harry Gradischnig ist das jüngste Wetterpech Anlass zu reagieren.

Trend zu Sandplätzen

Um in Reiterkreisen weiterhin attraktiv zu bleiben, soll der Bad Zurzacher Abreiteplatz jetzt generalsaniert werden: Drainagen, eine neue mit Sand präparierte Oberfläche und die Neuausrichtung des Platzes sollen dafür sorgen, dass dieser auch bei Starkregen wie am Wochenende Sicherheit verspricht.

Das wird den Verein rund 50 000 Franken kosten, den Grossteil will er in Eigenleistung erbringen. Und ein Sponsor, eine Baufirma aus Schneisingen, ist auch mit im Boot. Gradischnig weiss: «Der Trend geht immer mehr zu Sandplätzen.» Aber einen solchen kann und will sich der 2007 auf das Areal bei der Firma Solvay gezügelte Kavallerieverein Zurzach nicht leisten.

Für den Erhalt kleinerer regionaler Turniere auf Rasenplätzen setzt sich auch der Kindi’s R-Cup ein. Die Springkonkurrenz des Kavallerievereins Zurzach am Wochenende bildete den Auftakt dieser Veranstaltungsreihe.

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