Kaiserstuhl
Das Städtchen, ein magischer Ort für Konzerte

In gut zwei Wochen beginnt in Kaiserstuhl das «Festival der Stille». Die Organisatoren erklären, wie sie Topmusiker ins Städtchen locken konnten.

Pirmin Kramer
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Das Organisationskomitee (von links): Daria Zappa, Massimiliano Matesic, Simon Knecht und Felix Vögele.

Das Organisationskomitee (von links): Daria Zappa, Massimiliano Matesic, Simon Knecht und Felix Vögele.

Pirmin Kramer

Im Minutentakt donnern die Flugzeuge über die Kirche in Kaiserstuhl, und wenn die Redner der Pressekonferenz leise sprechen, dann hört man ihre Worte kaum. Felix Vögele, Simon Knecht, Daria Zappa und Massimiliano Matesic informieren über den Musikevent, den sie «Festival der Stille» nennen. «Mit Stille ist die innere Ruhe gemeint, welche den Menschen in unseren hektischen Zeiten - umso mehr in dieser vom Fluglärm geplagten Region - exzellente Musik schenken kann», sagen die Organisatoren.

Besonderes Kaiserstuhler Publikum

Als Höhepunkt bezeichnet Massimiliano Matesic, mitverantwortlich für die künstlerische Leitung, den Auftritt von vier Cellisten aus St. Petersburg am Freitag (siehe Box). «Sie präsentieren ein buntes Programm, spielen Klassik und Jazz, und das mit einer unglaublichen Virtuosität», sagt Matesic. «Sie sind extrem erfolgreich.»

Wie schaffen es die Organisatoren, solche Topmusiker nach Kaiserstuhl zu locken? «Wir kennen viele Künstler von unseren Reisen und Auftritten.» Ausserdem würden Musiker gerne in Kaiserstuhl auftreten, sagt Matesic. «Das Kaiserstuhler Publikum strahlt eine besondere Wärme aus.» Häufig gäben sich die Zuhörer in der Schweiz zurückhaltend und getrauten sich nach einem Stück kaum zu klatschen. «Das ist hier in Kaiserstuhl anders.» Ausserdem sei der Ort speziell. «Wenn das Wetter stimmt, ist das Städtchen ein magischer Ort für Konzerte.»

An fünf verschiedenen Orten findet die fünfte Ausgabe des Festivals statt, erklärt Felix Vögele. Auftritte gibt es zu sehen im Laxal Theater, auf dem Kaiserstuhler Platz, im Turm, im Weingut Engelhof in Hohentengen und in der Kirche.

Der Vorverkauf sei gut angelaufen, sagt Simon Knecht. «Vielleicht liegt das auch daran, dass wir die Preise im Vergleich zum Vorjahr gesenkt haben.»

Mehr Informationen: www.festivalderstille.ch