Zurzibiet
Das Spital Leuggern ist bereit für die Grippewelle

Bisher sind noch keine Influenza-Fälle im Asana Spital in Leuggern registriert worden. Grippekranke könnten im Notfall, wegen Ansteckungsgefahr, vorübergehend auch normale Zimmer als Isolationszimmer belegen. Erst sollten sie sich allerdings an ihren Hausarzt wenden.

Nadja Rohner
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Das Spital Leuggern verzeichnet noch keine Grippefälle, hält sich aber bereit. (Archiv)

Das Spital Leuggern verzeichnet noch keine Grippefälle, hält sich aber bereit. (Archiv)

Angelo Zambelli

Die Grippewelle ist in der ganzen Schweiz auf dem Vormarsch. Im Spital Aarau waren letzte Woche gar so viele Grippepatienten hospitalisiert, dass der Platz knapp wurde (az vom 6.2.).

Im Asana Spital Leuggern ist die Situation derzeit noch ruhig. «Bisher hatten wir keine Einweisungen wegen Grippefällen», sagt Spitaldirektor René Huber. Dennoch ist das Spital gut auf eine Grippewelle vorbereitet und kann die Ansteckungsgefahr eindämmen, sobald der erste Patient eintrifft. «Wir verfügen über Isolationszimmer und können im entsprechenden Fall auch handeln», so Huber.

Sollten besonders viele Grippekranke aufs Mal eingewiesen werden, könnte man vorübergehend auch normale Zimmer als Isolationszimmer benützen. Um eine Ausbreitung des Grippevirus innerhalb des Gebäudes zu verhindern, steht das Spital Leuggern ständig in Kontakt zur Spezialabteilung Spitalhygiene des Kantonsspitals Aarau.

Wer die Grippe erwischt, leidet normalerweise an sehr plötzlich und heftig auftretenden Symptomen wie Fieber, Müdigkeit und Gliederschmerzen. Weil die Notfallstationen der Spitäler rund um die Uhr geöffnet sind, gehen Kranke mitunter direkt ins Spital.

Huber rät jedoch den Zurzibieter Patienten: «Der Hausarzt sollte der erste Ansprechpartner sein. Ist dies nicht möglich – nachts oder am Wochenende – übernimmt unsere Notfallstation die Betreuung der Kranken.»

Jeder fünfte Angestellte geimpft

Bis zu 300 Menschen sterben jedes Jahr, weil sie sich im Spital mit der Grippe angesteckt haben, schätzt die Spitalhygiene-Vereinigung Swissnoso. Dafür wird hauptsächlich die tiefe Impfrate beim Pflegepersonal verantwortlich gemacht.

Laut einer Umfrage der «Sonntagszeitung» hat sich in den beiden Asana-Spitälern Leuggern und Menziken etwa jeder fünfte Angestellte mit Patientenkontakt eine Grippeimpfung geben lassen. Das liegt ungefähr im Schweizer Durchschnitt. «Es gibt keine Vorschrift zur Impfung gegen Grippe – wir können das Personal also nicht dazu zwingen», erklärt Spitaldirektor Huber.

Auch das Tragen von Schutzmasken sei in Leuggern derzeit nicht zwingend, zumal auch noch keine Grippe-Verdachtsfälle vorhanden seien. «Für die Behandlung von Patienten in Isolationszimmern ist das Tragen von Schutzkleidern und Masken jedoch Pflicht.»

Die Masken bieten neben Einweghandschuhen einen gewissen Schutz: Die Grippe überträgt sich direkt durch Tröpfchen, die eine infizierte Person beim Niesen, Husten oder Sprechen verbreitet, oder indirekt über Oberflächen wie Türklinken, die durch Atemwegssekrete von Infizierten kontaminiert sind.

Derzeit muss man sich also nicht fürchten, eine Grippe zu erwischen, wenn man seine Angehörigen im Spital Leuggern besucht. Die Ansteckungsgefahr ist nicht grösser als zum Beispiel beim Einkaufen. Umgekehrt sollten Grippekranke, die keine Spitalbehandlung brauchen, auf Patientenbesuche dort verzichten. Das gilt auch für die Geburtenstation, wo im Februar schon ein Dutzend Babys auf die Welt gekommen sind.

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