Würenlingen
Das Referendum gegen die Ballsporthalle wird zähneknirschend akzeptiert

Die 342 Unterschriften gegen die geplante Dreifach-Turnhalle in Würenlingen sind rechtsgültig. Gemeindeammann André Zoppi ist nicht glücklich über das Referendum. «Der Entscheid der Gemeindeversammlung wird so infrage gestellt.»

Corinne Rufli
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André Zoppi. nb

André Zoppi. nb

Das Referendum gegen die Ballsporthalle ist zustande gekommen. Die Gemeinde bestätigt, dass die 342 Unterschriften rechtsgültig sind. Auf Anfrage äussert sich André Zoppi, Gemeindeammann von Würenlingen, zum Widerstand gegen die Dreifach-Turnhalle:

«Ich war nicht überrascht, dass es zu einem Referendum kommt.» Dies habe sich durch die Diskussionen im Vorfeld abgezeichnet. «Die Gemeindeversammlung hatte sich für die Ballsporthalle entschieden, es war ein eindeutiges Resultat», sagt der Gemeindeammann.

«Trotzdem wird nun dieser Entscheid durch das Referendum verzögert oder gar gekippt», gibt er zu bedenken. Aber es sei ein politisches Recht. «Ich akzeptiere das Referendum zähneknirschend.»

Das Referendumskomitee, bestehend aus Primo Miotti und alt Gemeindeammann Arthur Schneider, hat innert kurzer Frist die nötigen Unterschriften gesammelt.

Dem Vorwurf, dass die Gemeinde das Projekt Ballsporthalle in einer «verdächtigen, ungeheuren Eile» – wie es Miotti in einem Leserbrief nannte – angegangen habe, widerspricht Zoppi.

«Das war ein Prozess von knapp zwei Jahren.» Der Gemeinderat habe die Bedürfnisse abgecheckt, dabei wurden Engpässe bei den Sporthallen festgestellt. «Das Dorf wächst, Vereine haben Zulauf, der Platz wird knapp», meint Zoppi.

Die Kritik am geplanten Standort der Ballsporthalle, auf dem Schulareal Weissenstein, versteht Zoppi nicht. «Wir haben eine Machbarkeitsstudie gemacht, die gezeigt hat, dass der Standort sinnvoll ist.»

Den Vorschlag des Referendumskomitees, die Halle Richtung Kuhgässli beim Fussballplatz zu bauen, weist Zoppi vehement zurück: «Dort gibt es eine Gestaltungsplanpflicht, das würde das Projekt 2 bis 3 Jahre verzögern.» Auf dem Schulareal hätten auch mit der neuen Halle noch 8 Schulzimmer und ein Kindergarten Platz.

Wann über die Ballsporthalle an der Urne entschieden wird, ist noch offen. Der Gemeinderat entscheidet am 13. August darüber.

Was wäre, wenn es zu einem Nein kommt? «Das würde bedeuten, dass wir nochmals über die Bücher müssten», sagt Zoppi.