Koblenz
Das neue Gemeindehaus strahlt von innen und von aussen

Das umgebaute Gemeindehaus ist mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht worden. Das Projekt kostete 1,2 Millionen Franken.

Peter Jacobi
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Zufrieden: Architekt Urs Blum (l.), Gemeinderat Andreas Winzenried.PID

Zufrieden: Architekt Urs Blum (l.), Gemeinderat Andreas Winzenried.PID

Peter Jacobi

Nicht einmal hundert Wochen liegen zwischen der Kreditsprechung an der Gemeindeversammlung und dem Bezug der neuen Räumlichkeiten nach der umfangreichen Renovation. Am Samstag hatte die Koblenzer Bevölkerung Gelegenheit, bei einem Tag der offenen Tür zu sehen, wie die 1,2 Mio. Franken investiert wurden.

Im offiziellen Teil der Einweihungsfeier streifte Andreas Winzenried, verantwortlicher Ressortchef im Gemeinderat, einige erwähnenswerte Aspekte aus der Projektphase. Grosser Wert wurde auf die Energiesanierung des aus dem Jahre 1962 stammenden Hauses gelegt. Aussen- und Dachbodenisolation, neue Fenster, Aussentüren und Raffstoren verbessern die Energieeffizienz. 300 000 Franken, also ein Viertel der Gesamtkosten, sind dafür eingesetzt worden.

Das ganze Bauprojekt lief nicht ohne Diskussionen ab, wie Andreas Winzenried gestand. Vor allem das Farbkonzept der Aussenhülle führte im Gemeinderat immer wieder zu längeren Debatten. «Das Resultat darf sich sehen lassen. Unter gutem Resultat verstehe ich auch, dass wir im Kostenrahmen bleiben konnten», zog Winzenried Bilanz.

Herausforderungen beim Umbau

Nachdem ein erstes Projekt mit Lift die Budgetvorstellungen übertroffen hatte, wurde im Jahre 2009 ein abgespecktes Projekt ohne Liftanbau erarbeitet und im November 2011 von der Gemeindeversammlung genehmigt. Architekt Urs Blum aus Döttingen ging auf die besonderen Herausforderungen in der Bauphase ein.

Um das stetige Funktionieren der Verwaltung zu garantieren, wurde der Umbau in zwei Etappen ausgeführt. Jeweils die von den Arbeiten betroffene Abteilung wurde in einen Bürocontainer ausgegliedert. Die auftretenden Lärmimmissionen waren trotzdem beträchtlich. «Uns wird etwas fehlen, wenn der Bau fertig ist», scherzte das Personal, wenn mal wieder die Presslufthammer dröhnten.

Zentral im zweiten Stock des Gemeindehauses ist die Gemeindekanzlei. Rote Säulen dominieren den Eingangsbereich. Über die Aussentreppe von der Schulhausseite her ist der Zugang zu dieser wichtigen Kontaktstelle zwischen Bevölkerung und Verwaltung dank Rollstuhllift behindertengerecht.

Der Gemeinderat fällt seine Entscheide im grosszügigen Sitzungszimmer im dritten Stock. Gleich nebenan ist das Büro des Gemeindeammanns. Das Reich der Zahlen mit Finanzverwaltung und Steueramt befindet sich im ersten Stock. Nach den anstrengenden Zügelaktionen stehen dem Verwaltungspersonal nun schöne Arbeitsplätze in hellen Räumen zur Verfügung. Für die Archivräume hat es Platz in den unteren Geschossen.

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