Lengnau
Das Lengnauer Forstamt erhält einen Schlepper der Spitzenklasse

Das Forstamt von Lengnau hat sich ein neues, leistungsfähigeres Fahrzeug angeschafft: 390'000 Franken hat der Schlepper gekostet. Wobei das alte Fahrzeug auch noch 75'000 Franken eingebracht hat.

Nadja Rohner
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Elmar von Rotz (mit schwarzer Jacke) übergibt Claude Kuttler den Schlüssel für das neue Schleppfahrzeug. Links Ammann Franz Bertschi, rechts Forstamtsleiter Franz Suter. Nadja Rohner

Elmar von Rotz (mit schwarzer Jacke) übergibt Claude Kuttler den Schlüssel für das neue Schleppfahrzeug. Links Ammann Franz Bertschi, rechts Forstamtsleiter Franz Suter. Nadja Rohner

«Wenn der Werkhof so schön geputzt ist, muss etwas Spezielles los sein», sagte Franz Bertschi. Und der Lengnauer Ammann hatte recht – schliesslich erhält das Forstamt nur alle paar Jahre ein neues Schleppfahrzeug.

Das alte war 13 Jahre lang täglich im Einsatz und wurde von den Forstamtsmitarbeitern sorgsam gepflegt. Gleichwohl war es Zeit für einen Ersatz. Rund 390 000 Franken wurden der gut gefüllten Forstreservekasse entnommen. Eine Kommission testete Fahrzeug um Fahrzeug «für einen der besten Forstbetriebe der Region», wie Bertschi sagte.

Claude Kuttler, stellvertretender Leiter des Forstamts und künftiger Chauffeur des neuen «HSM 805», sei «schon beim Ausprobieren des Schleppers das Augenwasser gekommen», so Bertschi schmunzelnd. Kuttler liess es sich denn auch nicht nehmen, den Gästen der offiziellen Schlüsselübergabe am Dienstag sein neues Arbeitsgerät vorzuführen.

Diese zeigten sich beeindruckt, und so manch einer mag sich wohl gewünscht haben, selber einmal am Steuer des «HSM 805» sitzen zu dürfen. Das bleibt aber Kuttler vorbehalten, denn: «Wir tragen unseren Maschinen Sorge», sagte Forstamtsleiter Franz Suter.

«Normalerweise fährt nur ein bestimmter Mitarbeiter damit.» Die Sorgfalt der Lengnauer zahlt sich aus: So haben sie für das alte Fahrzeug noch stolze 75 000 Franken erhalten. Das sei eine absolute Seltenheit, betonte Elmar von Rotz von der Firma HSM Schweiz AG.

Anfang Jahr hat Lengnau auch eine Entastungsmaschine angeschafft. Das Gerät läuft rein mechanisch, ganz ohne Motor, und entfernt im Nu sämtliche Äste von Baumstämmen. Innert Kürze habe man damit Hunderte Telefonmasten hergestellt, erzählt Förster Franz Suter. Wer die beiden Geräte im Wald in Aktion sehen will, hat beim Waldumgang am 20. September Gelegenheit dazu.