Gastronomie
Das «Höfli» lässt sich die Sommersaison entgehen

Der Pächterwechsel im Restaurant «Höfli» hat Konsequenzen für die Kundschaft. Das Lokal im Kurgästehaus bleibt vier Monate lang geschlossen. Im September geht es dann neu los.

Nicole Bächli
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Der Wintergarten des «Höfli» lädt momentan nicht zum Verweilen ein: Wo man früher Kaffee trank, stapeln sich Stühle. Fotos: walter schwager

Der Wintergarten des «Höfli» lädt momentan nicht zum Verweilen ein: Wo man früher Kaffee trank, stapeln sich Stühle. Fotos: walter schwager

Der grosszügige Garten des ehemaligen Café spécial «Höfli» ist verwaist. In den stilvollen Räumlichkeiten, wo sonst Gäste eine Auszeit vom Alltag geniessen, türmen sich Stühle. Aufgrund eines Pächterwechsels ist das «Höfli» seit Ende April geschlossen. Am Verenatag, dem 1. September, wird die Lokalität als «Quellen-Höfli» neu eröffnet. Nachdem bis anhin Privatpersonen das «Höfli» führten, übernimmt es nun das Thermalquellen Resort. Dazu zählen bereits jetzt neben den Hotels Therme, Tenedo und Turm verschiedene Gastronomiebetriebe.

Die vorübergehende Schliessung des «Höflis», das je zur Hälfte der Gemeinde und der Stiftung Bad Zurzach gehört, ist ein Thema im Flecken. Viele verstehen nicht, weshalb ausgerechnet während den Sommermonaten die Türen verschlossen bleiben. Einige wundern sich auch, warum der angekündigte Umbau noch nicht im Gange ist, obwohl der Betrieb vor bereits zwei Monaten eingestellt wurde.

Café wandelt sich in ein Restaurant

Dass Baumassnahmen noch anstehen, bestätigt Eliane Aeschlimann, Direktorin des Thermalquellen-Resort. «Das ‹Höfli› wurde bis anhin als Café betrieben und hatte deshalb nur eine kleine Haushaltsküche. Da wir es künftig aber als Restaurant führen wollen, benötigen wir eine professionelle Gastronomieküche», erklärt sie. Hinzu käme noch eine sanfte Renovation. Durch den Küchenumbau ergeben sich neue Möglichkeiten im kulinarischen Bereich. So wird es beispielsweise ein attraktives Mittagsangebot geben. Daneben wollen sie auch mit Glace-Spezialitäten ähnlich einer Gelateria aufwarten. Das Angebot soll sich im günstigen Segment bewegen und für jedermann erschwinglich sein.

Eliane Aeschlimann betont, dass sie sowohl Einheimische als auch Kurgäste ansprechen möchten: «Wir wollen mit dem ‹Quellen-Höfli› die Schwelle zwischen Flecken und Kurzentrum überbrücken.» Das Konzept eines solchen Bindegliedes stünde intern schon länger. «Wir hatten einfach nicht die Möglichkeit, das in unseren bisherigen Betrieben umzusetzen», sagt Aeschlimann. Da sie ihr Konzept mit den aktuellen Gegebenheiten im «Höfli» nicht verwirklichen könnten, müsse es zuerst entsprechend angepasst werden. «Deshalb ist eine Aufschiebung der Renovation bis nach dem Sommer nicht möglich», sagt sie.

Einheimische und Kurgäste vereint

«Die beliebten Tanznachmittage möchten wir danach weiterführen», versichert Eliane Aeschlimann. Sie suchten mit dem Verein der Tanzfreunde nach einer Lösung. «Genauso ist es uns ein Anliegen, Vereinen weiterhin einen Treffpunkt anzubieten.»

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