Kernenergie
Das AKW Leibstadt steigert Stromproduktion deutlich – Rekordjahr bleibt aber 2013

Das Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) hat im vergangenen Jahr die Stromproduktion um 2,6 Prozent auf 9050 GWh erhöhen können. Im Vorjahr waren es noch 8820 GWh.

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Das AKW Leibstadt.

Das AKW Leibstadt.

Keystone

Das Kernkraftwerk Leibstadt schreibt in einer Mitteilung von einem "guten Resultat". Ermöglicht worden sei es durch einen störungsfreien Betrieb. Das Kraftwerk habe zudem mit voller Leistung betrieben werden können.

"Das Rekordjahr der KKL-Stromproduktion bleibt 2013", sagt Thomas Gerlach, Leiter Information, auf Anfrage. Primär sei dies darauf zurückzuführen, dass die Jahreshauptrevision 2020 mit über sechs Wochen deutlich länger dauerte als damals. Im Rekordjahr erzeugte das KKL 9692 Gigawattstunden. Damals war das KKL insgesamt 25 Tage vom Netz, also nur rund 3,5 Wochen.

Schutzmassnahmen wegen Corona

Seit Frühjahr 2020 sind auch im KKL umfassende Schutzmassnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Kraft. Angesichts der Corona-Situation entschied das Werk im April 2020, die Jahreshauptrevision zu verkürzen und um zwei Monate zu verschieben. Die Revisionsarbeiten konzentrierten sich primär auf den Wechsel der Brennelemente sowie auf Inspektions- und Instandhaltungsarbeiten. Auf den aufwändigen Kondensatortausch wurde verzichtet.

Nach einer sechswöchigen Revisionsdauer konnte das Werk am 12. August wieder mit dem Stromnetz verbunden werden und produziert seither durchgehend unter Volllast Strom.

Im vergangenen Betriebsjahr wurden vier meldepflichtige Ereignisse verzeichnet, die keine Auswirkung auf die Stromproduktion hatten.

2021 plant das Kernkraftwerk Leibstadt eine rund fünf Monate dauernde Revision (24.5.-26.10.). Im Fokus stehen "wichtige Modernisierungsmassnahmen": der Tausch des Kondensators und der Umbau des Reaktorumwälzsystems.