Rietheim
Bundesgericht gibt grünes Licht für die Auenrenaturierung am Rhein

Das Bundesgericht hat die Beschwerde gegen das geplante Auenrenaturierungsprojekt in Rietheim abgewiesen. Der Entscheid ist nicht mehr anfechtbar. In den kommenden Wintermonaten wird das Departement Bau, Verkehr und Umwelt mit den Arbeiten beginnen.

Nadja Rohner
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Am Rhein bei Riehteim wird eine Auenlandschaft entstehen.

Am Rhein bei Riehteim wird eine Auenlandschaft entstehen.

Frank Reiser

Das Bundesgericht hat mit dem Entscheid vom 24. Oktober 2013 die Rechtmässigkeit der Projektgenehmigung «Auenrenaturierung Chly Rhy» des Regierungsrats bestätigt. Der Entscheid ist nicht mehr anfechtbar. Mit den Holzereiarbeiten wird noch diesen Winter gestartet.

Einen Seitenarm des Rheins öffnen

Das Projekt ist ein wichtiges Teilstück des Auenschutzparks Aargau, welcher in der Verfassung des Kantons Aargau festgesetzt ist. Die Auenrenaturierung in Rietheim umfasst die Öffnung eines 1,5 Km langen ehemaligen Seitenarms des Rheins. Der künstlich befestigte Einlaufbereich des Seitenarms «Chly Rhy» begrenzt die maximal vom Rhein einströmende Wassermenge. Dank diesem Bauwerk bleiben der Hochwasserschutz im bisherigen Rahmen garantiert und der Rheinuferweg weiterhin durchgängig benutzbar. Zudem werden neue Stillgewässer, ein Trockenstandort sowie verschiedene Kleinstrukturen angelegt. Das Rheinufer wird insgesamt gewässerökologisch aufgewertet.

Vor einem Jahr erteilte der Regierungsrat die Projektgenehmigung für das Wasserbauprojekt «Auenrenaturierung Chly Rhy» in Rietheim. Gegen den Entscheid des Regierungsrats wurde im November 2012 eine Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau eingereicht. Das Verwaltungsgericht wies die Beschwerde ab. Dagegen wurde im Mai 2013 eine Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht.

Dieser Tage hat das Bundesgericht das Urteil des Verwaltungsgerichts bestätigt. Das Projekt ist somit rechtskräftig genehmigt.

Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt beginnt mit den Holzereiarbeiten in den kommenden Wintermonaten. Der Baustart ist auf Frühling 2014 vorgesehen.

Grosser Rat hatte Kredit genehmigt

Die Auenrenaturierung ist ein Auftrag des Grossen Rates, sie basiert auf dem Verfassungsauftrag zur Schaffung eines kantonalen Auenschutzparks. Der Kreditantrag wurde vom Grossen Rat mit grossem Mehr genehmigt. Die Rheinaue in Rietheim ist von nationaler Bedeutung und von grossem Wert für die Natur und Naherholung. Die Auenrenaturierung «Chly Rhy» ist die grösste Renaturierung am Rhein im Aargau. Die Bauherrschaft ist das BVU und die Pro Natura Aargau. Die Gemeinde Rietheim begrüsst das Projekt. Die Einwohner von Rietheim werden regelmässig über die Bauphasen orientiert.