Klingnau
Brandstiftung: Das Verfahren gegen einen Bewohner ist eingestellt

In der Nacht auf den 22. März 2013 brach in einem Haus im Städtchen ein Brand aus. Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach ermittelte gegen einen damaligen Mieter wegen Brandstiftung. Zu einer Anklage kommt es allerdings nicht.

Philipp Zimmermann
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Im Haus an der Sonnengasse 24 (Mitte) brannte es im März 2013.

Im Haus an der Sonnengasse 24 (Mitte) brannte es im März 2013.

Philipp Zimmermann

«Die Staatsanwaltschaft hat das Strafverfahren eingestellt. Es konnte nicht rechtsgenügend nachgewiesen werden, dass die Person Brandstiftung verübt hat», sagt Mediensprecherin Elisabeth Strebel. Brandstiftung gilt als schweres Delikt. Bei einer Verurteilung müssen Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr rechnen.

In jener Nacht hatten Bewohner aus dem ersten Obergeschoss des Mehrfamilienhauses kurz nach Mitternacht starken Qualm festgestellt. Im Erdgeschoss fanden sie einen Sack, der in Brand geraten war. Sie konnten ihn selbst löschen, noch bevor die Feuerwehr eintraf. Wegen des Qualms mussten zwei Kleinkinder zur Kontrolle ins Spital gebracht werden, das sie aber in der gleichen Nacht wieder verlassen konnten. Der Sachschaden war gering.

Umbau noch nicht bewilligt

Zwei Wochen später kam es im selben Haus zu einem Wasserschaden, weshalb es wegen Einsturzgefahr vorübergehend gesperrt werden musste. Die JMAI AG aus Döttingen mit Geschäftsführer und Architekt Jürg Meier reichte zum zweiten Mal ein Baugesuch für einen Umbau des Gebäudes an der Sonnengasse ein. Das Gesuch lag bis September 2013 öffentlich auf.

Zu einer Einstellung des Strafverfahrens war es schon beim Grossbrand im April 2010 im Klingnauer Städtchen gekommen, der in der «Rebstock»-Liegenschaft ausgebrochen war. Von den Feuer- und Wasserschäden waren vier Häuser betroffen.