Mellikon
Börsianer und IT-Fachleute schaffen neuen Lebensraum im Steinbruch

An einem Sozialtag haben Mitarbeiter des Finanzdienstleister SIX einen Einsatz für die Natur im Steinbruch Mellikon geleistet. Statt Aufgaben in der Börse oder im Büro war hier körperlich schwere Arbeit gefragt.

Alexander Wagner
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Mitarbeiterinnen des Finanzdienstleisters SIX arbeiten im Steinbruch Mellikon. Alexander Wagner

Mitarbeiterinnen des Finanzdienstleisters SIX arbeiten im Steinbruch Mellikon. Alexander Wagner

Foto Wagner

Die kleinen, zum Teil eher zierlichen Menschen mit ihren auffallenden Leuchtwesten wollten nicht so recht ins Bild des Steinbruchs in Mellikon passen, wo tonnenschwere Steine, riesige Krater und mächtige Maschinen das Bild dominieren.

Es waren denn auch keine Mitarbeiter des Steinbruchs, sondern Leute des Finanzdienstleisters SIX, welche ihre Aufgaben an der Börse oder im Büro für einmal mit harter, körperlicher Arbeit tauschten. So wurden grosse Steinbrocken zu einer Trockenmauer aufgeschichtet statt astronomische Transaktionen für Kunden getätigt. Aber es schien allen Beteiligten zu gefallen, selbst, als es zeitweise wie aus Kübeln goss. In der Steinmauer sollen später Insekten, Reptilien und kleinere Säugetiere einen neuen Unterschlupf und einen geeigneten Lebensraum finden.

Spass und Muskelkater

Eine der fleissigen Helferinnen war Susanne Fink, die sonst in der IT-Abteilung von SIX arbeitet. Auch sie war mit Feuereifer dabei. Stellvertretend für alle ihre Kollegen und Kolleginnen erklärte sie: «Es macht riesigen Spass und ist toll. Und man sieht am Abend die Arbeit, die man geleistet hat.» Und ergänzt dann lachend unter ihrem Regenschutz hervor: «Man weiss, was man gemacht hat. Es ist egal, wenn es am nächsten Tag etwas Muskelkater gibt.» Denn gewöhnt sind sich die Börsianer, IT-Fachleute und Zahlenjongleure diese Arbeit sonst ganz bestimmt nicht.

Eine andere Gruppe machte sich mit grossen Fadenmähern daran, die Neophyten zwischen den Bäumen zu entfernen. Damit soll der ortstypische Bewuchs um die Kiesgrube in Mellikon gefördert werden und die immer mehr dominierenden fremden Pflanzen eingedämmt werden. Auch hier wurde konzentriert gearbeitet, jedoch immer mit der nötigen Prise Humor: «Ich gehe schon mal los und beginne mit der Arbeit, während ihr hier nur komisch rumsteht», erklärte eine Mitarbeiterin von SIX lachend, packte sich den Fadenmäher und legte los, während die anderen eher noch etwas vorsichtig an die ungewohnte Arbeit gingen.

Im Steinbruch selber zu arbeiten war für die in dieser Umgebung ungewohnten Büroleute dann doch zu gefährlich. So werkelten sie im strömenden Regen eher in der Umgebung. Durchgeführt wurde der Social Day von SIX in Zusammenarbeit mit dem Fachverband der Schweizerischen Kies- und Betonwerke. Und am Abend bewunderte man das Tageswerk, was den einen oder anderen sichtlich mit Stolz erfüllte. Doch insgeheim freuten sich wohl einige wieder auf den trockenen Arbeitsplatz im klimatisierten Büro, wo der Muskelkater gepflegt werden kann.